Der Maler Wolfgang Beltracchi ist als sogenannter Jahrhundert-Fälscher berühmt geworden. Fast 40 Jahre lang malte er in der Handschrift anderer Künstler, fälschte deren Unterschrift und verkaufte rund 300 Werke in Millionenhöhe.

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2010 flog das Ganze auf, Beltracchi kam wegen Urkundenfälschung ins Gefängnis. Während der Haft schrieben er und seine Frau sich rund 8000 Liebesbriefe, die sie in einem Buch veröffentlicht haben.

Wie kein anderer kann sich Wolfgang Beltracchi in Denken und Wirken der besten Maler aller Zeiten hinein fühlen. Nie kopierte er ihre Bilder, sondern malte neue, im Stile des Meisters, manchmal sogar besser. Der 68-jährige hat renommierte Experten, bedeutende Museen und große Auktionshäuser getäuscht und dadurch viel Peinliches über den Kunstmarkt entlarvt.

Nach seiner Haftstrafe malte er weiter, doch inzwischen versieht der "Nach-Bildner" die Werke mit seiner eigenen Unterschrift – und lebt sehr gut davon. Er verkauft sie in alle Welt und stellt bei renommierten Kunsthallen aus, zurzeit im Kunstforum Wien (KAIROS. Der richtige Moment. Wolfgang Beltracchi und Mauro Fiorese, 4.9. – 21.9.2019)

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt er von seinem früheren und heutigen Leben, von aktuellen Projekten und Plänen.

Gastgeberin: Karin Röder

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Buchhinweis:

Helene und Wolfgang Beltracchi: "Einschluss mit Engeln", Rowohlt 2014, Preis: 24,95 Euro

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