Mittelalter-Spezialisten aus Siegen, Marburg und Wien haben in der Stiftsbibliothek Melk einen spektakulären Fund gemacht. Sie sind auf einen schmalen, auf den ersten Blick unscheinbaren Streifen Pergament gestoßen, der es aber bei genauer Untersuchung in sich hat.

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Nathanael Busch

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Spektakulärere Fund in Klosterbibliothek- Gespräch mit dem Germanisten und Mittelalterforscher Nathanael Busch

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Er heißt der "Rosendorn" und berichtet davon, wie sich eine Jungfrau mit ihrer sprechenden Vulva darüber entzweit, wer von ihnen bei Männern den Vorzug genieße.

Bislang hat man angenommen, dass solche Obszönitäten im deutschsprachigen Raum erst zum Ende des Mittelalters aufgekommen sind, also etwa in der städtischen Kultur des 15. Jahrhunderts. Die Rosendorn-Handschrift dagegen wurde um 1300 geschrieben.

Muss die bisherige Mittelalterforschung revidiert werden?

Das fragen wir gegen 17:10 Uhr den Mediavisten und Germanisten Dr. Nathanael Busch von der Uni Siegen, der die Handschrift für das Marburger Akademie Projekt  "Handschriftencensus" entziffert hat.

Sendung: hr2-kultur Kulturcafé, 01.08.2019, 17:10 Uhr

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