Im Frühjahr stand das Programm des Darmstädter Literaturhauses unter dem Motto "Dorf". Da durfte natürlich  Andreas Maier nicht fehlen, denn er ist einer der großen deutschsprachigen Chronisten des dörflichen Lebens und schaut seit seinem schriftstellerischen Debüt "Wäldchestag" immer wieder den Menschen auf dem Land aufs Maul.

Am 10. April stellte er seinen Romanzyklus "Ortsumgehung" vor, in dem er sich der Provinz zugewandt hat, der er selbst entstammt. Herausgekommen ist ein erzählerisches Kleinod, das scharfe Analysen und liebevolle Charakterzeichnung verbindet. Die atmosphärische Dichte, die Präzision und sogar die stilistische Widerspenstigkeit, mit der Maier diese Erkundungen vornimmt, ist nachhaltig faszinierend. Eine Familien- und Heimat-Saga. Im Frühjahr ist mit "Die Universität" der fünfte Band des Romanzyklus erschienen, ein Roman über die Möglichkeit, überhaupt von so etwas wie "Ich" oder "Person" zu sprechen. Sie hören eine gekürzte Aufzeichnung der öffentlichen Veranstaltung. Die Moderation hat Ulrich Sonnenschein von hr2-kultur.

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