Kaum jemand ist auf den Tod vorbereitet, heute weniger denn je. Insa Wilke hat drei ganz unterschiedliche Experten eingeladen: einen Palliativmediziner, einen Kriminalhauptkommissar und einen Kulturwissenschaftler. Mit ihnen diskutiert sie die Frage, welchen Platz der Tod in unserer Gesellschaft einnimmt.

Mathias Pfisterer, Ärztlicher Direktor am Agaplesion Elisabethenstift in Darmstadt, begegnet täglich Menschen, deren Tage gezählt sind. An der Goethe-Universität Frankfurt lehrt er Geriatrie und Palliativmedizin, und er engagiert sich unter anderem im Beirat "Demenzfreundliche Stadt Darmstadt".

Johannes Meurs ist Kriminalhauptkommissar und seit 42 Jahren Polizeibeamter in NRW, seit 1999 ist er Opferschutzbeauftragter im Kreis Kleve. Er hat miterlebt, welche Folgen das "falsche" Überbringen von Todesnachrichten haben kann und wie mangelhaft unser Umgang mit vom Tod betroffenen Menschen ist. Seitdem denkt er über Verbesserungen nach.

Thomas Macho leitet das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) der Kunstuniversität Linz in Wien. Als Kulturwissenschaftler hat er sich mit Totenkulten und Grenzerfahrungen beschäftigt. Mit seinem Buch "Das Leben nehmen" über den Suizid in der Moderne erregte er Aufsehen.

Sie hören eine Aufzeichnung des Darmstädter Gesprächs vom 10. Februar 2019 in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt. Insa Wilke moderiert.

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