Hochzeitsturm Mathildenhöhe Darmstadt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wie alles begann & Festivalprogramm

Radikal – anders. So wollte die Vereinigung vor 100 Jahren vor allem sein. Ihr 100-jähriges Bestehen feiert die Künstlervereinigung mit 100 Tagen Kunst-Festival: über 100 Veranstaltungen an mehr als 20 Orten in Darmstadt.

"In Darmstadt leben die Künste"

... stand lange auf dem Poststempel der Stadt. Darmstadt war sicherlich nicht der schlechteste Ort für Künstler in jener Zeit. Großherzog Ernst-Ludwig hatte für ein bestimmtes Klima gesorgt, indem er die Mathildenhöhe initiiert und Architekten und Künstler nach Darmstadt geholt hatte.

Gegen die Bürgerlichkeit

Aber jetzt, nach dem Ersten Weltkrieg, war die Situation doch noch mal eine ganz andere. 1919 in Darmstadt, der Großherzog vom Arbeiter- und Soldatenrat abgesetzt. Die Zukunft ungewiss. Sezession bedeutet: Künstlerischer Zusammenschluss jenseits älterer Strukturen. Politisch wollten die jungen Künstler sein, radikal und gegen die Bourgeoisie. Bildhauer, Maler aber auch Schriftsteller und Dichter waren dabei.

Darmstadt neben Picasso, Dix und Schwitters

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Philipp Gutbrod

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Philipp Gutbrod über 100 Jahre Darmstädter Sezession

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Schon im September eröffneten sie die erste Ausstellung, im Folgejahr präsentierten die Sezessionisten eine bedeutende Expressionismus-Ausstellung auf der Mathildenhöhe. Mit Werken von Darmstädter Künstlern neben solchen von Otto Dix, Pablo Picasso oder Kurt Schwitters. Aber die politischen Verhältnisse gingen in eine andere Richtung.

Kunst auf Eis

Die Darmstädter Sezession ist unter den Nationalsozialisten zwar nicht verboten worden, aber als Künstler so weiter zu arbeiten, wie bisher, war unmöglich geworden. Und so lag die Darmstädter Sezession bis Ende 1945 quasi auf Eis. Inzwischen hat die Darmstädter Künstlervereinigung rund 120 Mitglieder. Viele aus dem Rhein-Main-Gebiet, viele aber auch aus Berlin und dem Rest der Bundesrepublik.

Das Festival zum 100. Geburtstag

100 Tage bespielen die Künstler währende des Festivals die Stadt. An mehr als 20 Orten wird die Kunst in dieser Zeit erlebbar sein. Nicht nur Malerei und Skulpturen, sondern zum Beispiel auch Musik. Als Experiment dürfte man die Idee bezeichnen, 10 Schaufenster von bekannten Darmstädter Innenstadtgeschäften leer zu räumen und künstlerisch zu bespielen. Von der Kunstfabrik in Wixhausen bis zur Akademie für Tonkunst, vom Hofgut Oberfeld bis zur Klause am Hauptbahnhof - an mehr als 20 Orten tut sich die nächsten Monate viel Spannendes.

Sendung: hr2-kultur Kulturcafé, 5.6.2019, 17:45 Uhr

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