Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe
Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe Bild © picture-alliance/dpa

Zum 100. Jubiläum gibt es auch in Hessen viele Ausstellungen zum Thema Bauhaus. Wir stellen sie Ihnen vor.

Die Moderne in Kunst, Design und Haltung - in Frankfurt

Wassily Kandinsky: Fröhlicher Aufstieg, 1923
Wassily Kandinsky: Fröhlicher Aufstieg, 1923 Bild © Wolfgang Furhmannek, HLMD

Zu Beginn der 1920er Jahre konstituiert sich in Frankfurt am Main ein beispielloses Programm baulicher und kultureller Erneuerung, das unter dem Namen "Neues Frankfurt" in die Kulturgeschichte eingeht. Die Stadt entwickelt sich in der Weimarer Republik zum Archetyp der modernen Großstadt, der weit über die Grenzen Frankfurts hinaus Beachtung findet. Zum Ausgang der 1920er Jahre war Frankfurt als ein dem Bauhaus gleichwertiges, weltbekanntes Zentrum der Avantgarde etabliert.

Weitere Informationen

Moderne am Main

Museum Angewandte Kunst
bis 14. April 2019
Mehr Informationen unter www.museumangewandtekunst.de

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Neues Denken, neues Gestalten - in Darmstadt

Videobeitrag
KMK Bauhaus

Video

zum Video "Komposition mit rotem Eck" von László Moholy-Nagy

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Die Graphische Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt zeigt eine Ausstellung mit Werken aus dem eigenen Bestand. Das Herzstück der rund 100 Exponate umfassenden Präsentation bildet die Meistermappe des Staatlichen Bauhauses 1923. Sie beinhaltet Arbeiten von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Gerhard Marcks, Georg Muche, László Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer und Lothar Schreyer.

Weitere Einzelwerke von am Bauhaus vertretenen Künstlern lassen die individuelle Vielfalt der "bauhausPositionen" anschaulich werden. Der Vergleich zu Arbeiten aus der Zeit vor 1919 belegt, wie die damalige Künstlergeneration an den Gedanken des Bauhauses teilnahm und diese umsetzte.

Weitere Informationen

bauhausPositionen

Hessisches Landesmuseum Darmstadt
11. April bis 14. Juli 2019
Mehr Informationen unter www.hlmd.de

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Bauhaus und Jugendstil - in Darmstadt

Audiobeitrag
Erlebnis Hessen Altstädte / Darmstadt Mathildenhöhe

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Was haben Jugendstil und Bauhaus gemeinsam?

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Heute ist das Bauhaus eine Marke und gilt als Inbegriff der Moderne. Doch das Neue Bauen und die Vorstellung einer umfassenden modernen Gestaltung fiel nicht vom Himmel. Bauhaus Gründer Walter Gropius selbst nannte als ein Vorbild die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe. Darmstadt thematisiert diese Beziehungen jetzt im Bauhaus-Jubiläumsjahr in mehreren Ausstellungen.

Weitere Informationen

Ausstellungen in Darmstadt

Bauhaus-Archiv Darmstadt
Kunstarchiv Darmstadt
14. April 2019 – 19. Juli 2019

Künstlerhaus – Meisterhaus – Meisterbau
Museum Künstlerkolonie
30.06.2019- 20.10.2019

Bauhaus im Spiegel der Mathildenhöhe
Designhaus Darmstadt
Eröffnung im Oktober 2019

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Schwingend auf zwei Füßen - in Frankenberg

Audiobeitrag
Thonet Stuhl - Villa Harnischmacher

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found War ein Fahrradlenker die Vorlage?

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Stahlrohrmöbel gelten als Ikonen des Bauhauses. Bis heute sind die schlichten, sachlichen Hocker und Freischwinger Ausdruck des modernen Wohngefühls. In Dessau wurden zum ersten Mal Wohnmöbel aus Stahlrohr vorgestellt. Und weil die Künstler-Avantgarde in Dessau damals begeistert Fahrrad fuhr, erzählt eine Anekdote, ein Fahrradlenker habe Marcel Breuer auf die geniale Idee zum Freischwinger gebracht. Auf jeden Fall sicherte sich Thonet in den 1930 Jahren die Rechte an vielen Stahlrohrmöbeln und produziert sie bis heute im hessischen Frankenberg. Nebenan gibt es auch ein sehenswertes kleines Thonet-Museum.

Weitere Informationen

Museum Thonet

Michael-Thonet-Straße 1
35066 Frankenberg

"100 Jahre Bauhaus - 200 Jahre Thonet" - Veranstaltung mit Claus M. Thonet - am 26. März um 19 Uhr
Mehr Informationen unter www.thonet.de/ueber-uns/museum

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Schuf die Bauhaus-Architektur einen "neuen Menschen"? - in Frankfurt

Siedlung Römerstadt, um 1928
Siedlung Römerstadt, um 1928 Bild © Ernst-May-Gesellschaft, Inv. 10.15.02

Frankfurt avancierte in den 1920er Jahren zur archetypischen Metropole der Moderne. Im Kern des Projekts stand ein beispielhaftes Wohnungs- und Städtebauprogramm von internationaler Ausstrahlung. Die Ausstellung versammelt die Siedlungen und ausgewählte Bauten des "Neuen Frankfurt", die den Ruhm der Stadt als Hochburg der Moderne begründeten.

Weitere Informationen

Neuer Mensch, neue Wohnung – Die Bauten des Neuen Frankfurt 1925 - 1933

Deutsches Architekturmuseum
Bis 18. August 2019
Mehr Informationen unter www.dam-online.de

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Was die documenta mit dem Bauhaus verbindet - in Kassel

Museum Fridericianum mit Schriftzug der ersten Documenta (1955)
Museum Fridericianum mit Schriftzug der ersten Documenta (1955) Bild © documenta archiv / Günther Becker

Die Ausstellung "Bauhaus | documenta. Vision und Marke" nimmt das einhundertjährige Jubiläum des Bauhauses zum Anlass, beide Kulturmarken parallel zu betrachten und wird so zu einem Spiegel der Rolle und Funktion, die Kunst und Kultur in einer Gesellschaft einnehmen.

Audiobeitrag
Philipp Oswalt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Wir sollten mehr über das Bauhaus streiten!" sagt Phillip Oswalt

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Der Kurator Philipp Oswalt hat das Bauhaus in Dessau geleitet und ist jetzt Architekturprofessor in Kassel. Für ihn sind documenta und Bauhaus zwei global erfolgreiche kulturelle Marken, die beide vor dem Hintergrund von Zivilisationsbrüchen entstanden sind und exemplarisch für die Idee der emanzipativen Kraft von Kunst und Kultur stehen.

Weitere Informationen

Bauhaus | documenta. Vision und Marke

Neue Galerie, Kassel
24. Mai bis 8. September 2019
Mehr Informationen unter www.documenta-archiv.de

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Frauen im Bauhaus - in Darmstadt

Alma Siedhoff-Buscher
Alma Buscher entwickelte am Bauhaus kindgerechtes, kreatives Spielzeug. Ihr "Kleines Schiffbauspiel“ wird bis heute produziert. Bild © Atelier Huettich Oemeler, Hessen Design e.V.

Wie wichtig die Rolle der  Künstlerinnen beim Bauhaus war, wird gerade erst so richtig entdeckt. Die Ausstellung "Der blinde Fleck – Gestalterinnen am Bauhaus und heute“ widmet sich weiblichen Leistungen im Bereich Design zwischen 1919 und 2019. Sieben Bauhaus-Gestalterinnen werden sieben zeitgenössischen Designerinnen gegenüber gestellt.

Audiobeitrag
Cornelia Dollacker

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Cornelia Dollacker über die Gründe für die geringe Anerkennung von Frauen trotz ihres immensen Erfolgs

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Insbesondere unter den Eindrücken der #MeToo-Debatte und eines neu aufflammenden Feminismus erklärt Kuratorin Cornelia Dollacker: "Die öffentliche Wahrnehmung von Gestalterinnen zu schärfen, ist unerlässlich für modernes Design und eine moderne Gesellschaft.“

Weitere Informationen

Der blinde Fleck – Designerinnen am Bauhaus und heute

Designhaus Mathildenhöhe, Darmstadt
6. April bis 26. Mai 2019
Mehr Informationen unter www.hessendesign.de

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Die Neuerfindung der Fotografie - in Darmstadt

Daniel T. Braun, AZ no.6
Daniel T. Braun, AZ no.6 Bild © Daniel T. Braun und VG Bild-Kunst, Bonn

Die Ausstellung untersucht, wie die experimentelle Bildsprache der Bauhäusler bis heute die Weiterentwicklung künstlerischer, insbesondere fotografischer Strategien beeinflusst hat. Weiterer Schwerpunkt und historischer Bezugspunkt ist die Werkbundausstellung "Film und Foto", die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Der bekannte Bauhaus-Künstler László Moholy-Nagy kuratierte damals jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie. Die historische Werkschau wird zum Teil als virtueller Rundgang erfahrbar.

Weitere Informationen

Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst

Kunsthalle Darmstadt
29. September bis 5. Januar 2020
Mehr Informationen unter www.kunsthalle-darmstadt.de

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Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 8.4.2019, 7:15 Uhr

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