Daniel Kehlmann
Der Schriftsteller Daniel Kehlmann Bild © picture-alliance/dpa

Der Schriftseller Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt“, "Tyll“) wurde gerade in Bad Homburg mit dem Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Er äußerte sich in hr2-kultur über die politische Lage in seiner derzeitigen Wahlheimat USA.

"Im Grunde ist die Verzweiflung über die Macht Trumps im liberalen Amerika, etwa in New York oder in Washington, gar nicht so groß. Die Checks and Balances funktionieren. Hier kann er keine Diktatur errichten.“

Wie ein Sonnenkönig

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Außenpolitisch sieht die Lage laut Kehlmann deutlich bedrohlicher aus: "Es stellt sich heraus, dass die Macht des Präsidenten nach außen eine absolute ist - wie die eines Sonnenkönigs. Er kann jeden Vertrag absagen, er kann jeden Krieg erklären. Er kann Zölle verhängen, weil ihm das gerade durch den Kopf geht – wie wir gesehen haben. Ich habe das Gefühl, die liberalen Amerikaner sind sogar weniger erschrocken und verzweifelt, als viele vernünftige Europäer. Weil wir außerhalb von Amerika eher merken, was es heißt, dass Amerika als Pfeiler der liberalen Weltordnung nicht mehr zur Verfügung steht."

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