FFF Dina Oganowa: My Place (Ausschnitt)

Was wissen wir über Georgien? Vielleicht haben wir einen Bericht im Radio gehört, einen Film gesehen, der von einem deutschen Team in ein paar Tage vor Ort gemacht wurde. Aber wie ist der Blick der Georgier selbst auf ihr Land? Das zeigt jetzt die Ausstellung georgischer Künstler mit dokumentarischer und aktuelle Fotografie im Fotografie Forum Frankfurt.

Ob auf Fotos von vor dreißig Jahren oder auf aktuellen, von heute;  ob die Menschen vor hölzernen Hütten sitzen oder aus dem grellen Club kommen - die Augen der Georgier sind vielleicht die besten Botschafter ihres Landes, sie drücken Sehnsucht aus, den Willen zum Aufbruch und manchmal ein wenig Melancholie, niemals aber Hilflosigkeit oder Trauer. Georgien ist ein von uns fernes Land, gebeutelt von Sowjetherrschaft, Bürgerkriegen und Chaos. Erst jetzt, fast dreißig Jahre nach der Wende, schlüpft das Land aus dem schwarz-weißen Kokon und wird richtig bunt.

Das Georgien von heute in all seinen extremen Gegensätzen und seinen Willen aufzubrechen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen, das zeigt diese kleine wichtige Schau mit ungemein starker, authentischer Fotografie. Die Frankfurter Macherinnen um Kuratorin Celina Lundsford haben zusammengetragen, was wichtig ist. Nach dem Besuch glaubt man, dem fernen, dem schönen bunten Land und seinen Bürgern ein Stück näher gekommen zu sein.

Bis 18. November 2018 im Fotografie Forum Frankfurt, Braubachstraße 30–32.
Ein Katalog ist für 25 Euro erschienen.

Die Georgierinnen, die im Beitrag gesungen haben, bilden das Trio Mandili.

Aktueller Song:
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