Wissen Labyrinth des Hörens

hr2-Hörfest in Wiesbaden
Jan Heinke
Wiesbaden
Literaturhaus Villa Clementine
Frankfurter Straße 1
65189 Wiesbaden

Gönnen Sie sich und Ihren Ohren besondere Erlebnisse im Labyrinth des Hörens. In diesem Jahr mit dabei: der Stimmforscher Jan Heinke, Musiktherapeutin Dorothea Muthesius, Tubistin Christina Maria Schauer sowie in den Pausen die Funky food group & Hein Schoer.

Jan Heinke, Stimmforscher

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Stahlquartett

Das Ensemble STAHLQUARTETT entstand 2001. Es vereint klassische Musiker und Jazzmusiker. Sie bedienen sich eines von Jan Heinke konstruierten, aus Eisen gefertigten Instrumentes.

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Die menschliche Stimme gleicht einem Klanglabor. Obwohl schon seit undenkbaren Zeiten in Gebrauch, sind ihre Möglichkeiten längst nicht erschöpft. Elektronische Musikinstrumente, Industrie und Technik und die immer näher an uns herantretenden Kulturen aus allen Enden der Welt umgeben uns mit immer neuen Klängen und Geräuschen. Das inspiriert und bereichert auch den Umgang mit Stimme und Sprache. Ob Beatbox, Obertongesang oder Multiphonics, in nahezu jedem Genre, von Pop bis Neuer Musik, erweitert sich die Palette vokaler Ausdrucksmittel.

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Sendetermin in hr2-kultur

25. Februar 2018, 12:04 bis 13 Uhr, hr2-Kulturszene Hessen

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Jan Heinke ist als Instrumentenbauer und Stimmforscher ständig auf der Suche nach Ungehörtem. Seine Fundstücke kombiniert er neu. In der daraus gewonnenen Musik lässt sich das Entstehen neuer Gesangstechniken direkt erleben.
Beim Labyrinth des Hörens nehmen die Besucher aktiv an seiner Forschungsarbeit teil, indem sie ihre eigenen Stimmen auf ungewohnter Reise begleiten.

Dorothea Muthesius, Musiktherapeutin

Labyrinth des  Hörens Dorothea Muthesius
Dorothea Muthesius Bild © Cordia Schlegelmilch

Emotionen altern nicht, weshalb Menschen, die nicht mehr gut denken können, Musik so gut verstehen. Die Emotionalität der Musik gräbt sich so tief ins Gedächtnis, dass sie Fehlfunktionen des Logos einfach ignoriert und ungehindert auftauchen kann. Musik ist für Menschen mit Demenz ein "Heureka", ein "Ich habe – mich – gefunden". Ich verstehe die Welt, obwohl ich nicht mehr weiß, wie ich heiße. Das Erleben von Musik stärkt also die Identität, und mit diesem Gefühl der Selbstsicherheit ausgestattet, schwinden Unruhe, Ängste, Wahnvorstellungen und andere Begleiterscheinungen, welche die Erkrankung so schwer erträglich machen. Nur Musik, die tatsächlich zur Lebenserfahrung gehört, entwickelt eine solche Kraft. Musiktherapeuten wissen, wie sie diese Emotionalität aufstöbern. Sie gehen detektivisch auf die Suche nach biographischen Erfahrungen ihrer Patienten.

Dorothea Muthesius ist Professorin für Musiktherapie in der Geriatrie, insbesondere bei Menschen mit Altersdemenz, an der Universität der Künste Berlin.

Christina Maria Schauer, Tubistin

Labyrinth des  Hörens Christina Maria Schauer
Christina Maria Schauer Bild © stf

Wie atmen wir im Alltag, und worin besteht der Unterschied zum Atmen eines Musikers? Wie verwandelt sich Luft in Vibrationen, in Klang und Musik? Es ist unglaublich spannend, am eigenen Körper zu erleben, wie ein Sound mit Hilfe von Atem, Lippen und Resonanzraum entsteht. Singen und Blechblasen basieren im Grunde auf denselben physikalischen und anatomischen Gegebenheiten, und beide stellen einen unmittelbaren Bezug zum Körper her. Ein Blechblasinstrument ist im Sinne der Instrumentenbaukunde noch kein vollständiges Instrument. Erst durch den Menschen wird es zu einem wunderbaren lebendigen Klangkörper und verstärkt die menschliche Stimme. In der Verbindung von menschlicher und instrumentaler Stimmgebung eröffnet sich ein unglaublich breites Klangfeld zwischen Naturlauten und "klassischem" Klang: von der Naturtonmusik (Jodeln, Didgeridoo, Alphorn) zum Belcanto bzw. den weichen, runden und vollen Tubatönen.

Christina Maria Schauer ist klassisch ausgebildete Musikerin in den Fächern Tuba, Gesang und Musikpädagogik. Neben der eigenen Neugierde, sich immer wieder an neuen Instrumenten, Genres, Stilen und Klangwelten zu versuchen, gibt sie ihre Leidenschaft an Tuba- und Gesangsliebhaber jeden Alters weiter. Beim Labyrinth des Hörens hilft sie den Besuchern, eigene stimmliche Erfahrungen zu machen.

In der Pause: Funky food group & Hein Schoer

In einer Küchenkulisse werden von einer Gruppe Azubis in Arbeitskluft die Arbeitsschritte zur Bereitung eines Schnitzeltellers (Gemüse schneiden, Kräuter hacken, Fleisch braten, Teller spülen u.a.) ausgeführt. Aus den Einzelgeräuschen entwickelt sich über die Zeit ein flüssiger Rhythmus.

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Vorverkauf und Reservierung (ab Samstag, 9. Dezember)

Tourist Information, Marktstraße 6, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611 / 1729930
TicketBox in der Wiesbadener Galeria Kaufhof, Kirchgasse 28, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611 / 304808
Online-Kartenkauf unter
wiesbaden.de/literaturhaus
Restkarten an der Abendkasse

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