Plakat zur Ausstellung "Künstlerhaus - Meisterhaus - Meisterbau"

Was hat die Darmstädter Mathildenhöhe eigentlich zu tun mit dem Bauhaus? Diese Frage beantwortet eine neue Ausstellung im Rahmen des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums. Sie zeigt, wie die Idee der Mathildenhöhe auf das Neue Bauen und die moderne Gestaltung ausstrahlte. Unsere Kritikerin Gudrun Rothaug hat die Ausstellung besucht und empfand sie als sehenswert und klug.

Wie sieht das aus?

Oft denkt man bei Jugendstil gleich an Ornamente, umrankte Fenster,  überbordende florale Formen – doch die Architektur von Josef Maria Olbrich war sehr reduziert. Das wird so richtig klar durch den Aufbau der Ausstellung, immer wieder werden Design gegenübergestellt: Ein Stahlrohr-Sessel von Marcel Breuer zum Beispiel neben einen reduzierten Holzsessel mit sachlichem Polster, entworfen auf der Mathildenhöhe. Je länger mal durch die Ausstellung spaziert, desto klarer wird, warum für Walter Gropius, der 1919 das Bauhaus gründete, die Mathildenhöhe ein so wichtiges Vorbild war.

Fazit

Eine kluge Ausstellung, die wirklich klar macht, welche Bedeutung die Künstlerkolonie für die Entwicklung der Moderne hat. Da lässt sich abschließend nur hoffen, dass die Mathildenhöhe im kommenden Jahr tatsächlich den UNESCO-Welterbestatus bekommt.

Die Ausstellung: "Künstlerhaus – Meisterhaus – Meisterbau"

Mathildenhöhe Darmstadt / Museum Künstlerkolonie / Olbrichweg 15 30.06.2019 - 20.10.2019

Sendung: hr2-kultur, hr2-Kulturfrühstück, 02.07.2019, 07:30 Uhr

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