Malerstübchen in Willingshausen

Eine der ältesten Künstlerkolonien Europas liegt in Nordhessen. Im idyllischen Ort Willingshausen suchten die Maler seit den 1830er Jahren das ursprüngliche Leben in der unberührten ländlichen Natur.

Die kleine Gemeinde in Nordhessen hat zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis hinein ins 20. Jahrhundert eine wahre Vielzahl an Künstlern verkehrt und Willingshausen dadurch zu einer der ältesten Maler- und Kunstkolonien in ganz Europa gemacht.

Einige Maler gehörten zu den Großen ihrer Zeit: Angefangen bei Gerhardt von Reutern und Ludwig Emil Grimm, die von der Familie von Schwertzell in ihr Schloss aufgenommen wurden, fanden auch Ludwig Knaus, Adolf Lins, Wilhelm Thielmann und Carl Bantzer in dem Schwälmer Dorf Motive für ihre Grafiken und Gemälde.

Die Maler kamen ab den 1830ern aus den verschiedensten Kunstzentren Deutschlands, aus Düsseldorf und Frankfurt, Kassel und Dresden. Häufig verbrachten die Künstler gesellige Abende im "Gasthaus Haase" in Willingshausen.  Das sogenannte Malerstübchen ist das Herz der Ausstellung. Neben originalem Mobiliar sind  eine ganz Reihe von Gemälden, Fotografien, Drucken und Zeichnungen zu sehen, die in Willingshausen entstanden sind und die Bedeutung der Künstlerkolonie veranschaulichen.

Seit 2005 existiert neben dem kleinen Museum eine neu errichtete Ausstellungshalle, die zeitgenössische Kunst in dem kleinem Ort präsentiert.

Museum Malerstübchen und Kunsthalle Willingshausen
Merzhäuser Straße 1
34628 Willingshausen
Tel. 06697 / 1418

Museum Malerstübchen: Di-So 10-12 & 14-16 Uhr
Kunsthalle: Di-Fr 14-17 Uhr Sa/So/Feiertage 10-12 & 14-17 Uhr

Mehr Informationen unter http://www.malerkolonie.de

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 18.2.2019

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