Frank Brabant

Als junger Mann hätte es sich Frank Brabant sicher nicht träumen lassen, einmal mit 600 Kunstwerken zusammenzuleben. Die Sammlung zählt zu den großen privaten Kunstsammlungen der klassischen Moderne in Deutschland. Frank Brabant, 1938 geboren, landete durch Zufall 1962 im Kunstkabinett, der Galerie von Hanna Bekker. Von ihr kaufte er einen Holzschnitt von Max Pechstein - ein ganzes Jahr hat er die Summe abbezahlt.

Das nötige Kapital für seine Sammlung erwirtschaftete er durch seine Diskothek. 1968 eröffnete Brabant die erste Schwulenbar im Rhein-Main-Gebiet. Homosexualität war zu diesem Zeitpunkt noch strafbar und der Sammler erhielt mehrere Morddrohungen. Als das ZDF 1975 nach Wiesbaden kam und damit Schauspieler, Showstars und Sänger in seine Bar, kam der Umsatz und ein besserer Ruf.

Frank Brabant lebt mit seinen Bildern, er bezeichnet sie als seine Kinder. In seiner Wiesbadener Wohnung hängen die Bilder dicht an dicht: an den Wänden, über dem Herd und in der Dusche. 2017 vermachte er dem Museum Wiesbaden einen großen Teil seiner Sammlung als Schenkung.

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