Lofoten, Norwegen
Norwegen, Heimat von Ibsen und Brattberg. Ihm widmet das Schauspiel Frankfurt einen Schwerpunkt zur Buchmesse Bild © Imago Images

Unter dem Motto "Morgen ist heute - Wie wollen wir leben?" stellt das Schauspiel Frankfurt in der kommenden Spielzeit die Frage nach den Ängsten und Risiken der Zukunft und lotet die Möglichkeiten aus, handlungsfähig zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Eröffnet werden soll die dritte Spielzeit unter Intendant Anselm Weber am 6. September mit einer Neuinszenierung von Witold Gombrowicz‘ "Yvonne, die Burgunderprinzessin" – ein Stück aus dem Jahr 1935 mit einer Hauptfigur, die sich allen  Konventionen verweigert. Sie bleibt das Stück über komplett wortlos – eine Provokation, die die Menschen auf und vor der Bühne dazu bringt,  ihre Selbstinszenierungen zu hinterfragen und zu durchbrechen. (Allerdings ist derzeit noch fraglich, ob und wann die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik die Inszenierung realisieren wird, da sie derzeit erkrankt ist.)

Sartre-Stoff als düstere Vision

"Wie können wir Zukunft gestalten, wenn es keine mehr gibt? Wie können wir dem Gefängnis der Existenz entkommen?" Diese Fragen stellt Jean-Paul Sartres "Geschlossene Gesellschaft". Regisseurin Johanna Wehner wird diesen modernen Klassiker als Psychothriller inszenieren und damit am 30. November Premiere feiern.

Auswege aus der Gewalt-Spirale

Agamemnons Ermordung, Bild von Pierre Narcisse Guérin
Agamemnons Ermordung, Bild von Pierre Narcisse Guérin Bild © Louvre

Ein echter Klassiker kommt dann am 22. Februar 2020 mit der "Orestie" von Aischylos auf die große Bühne des Schauspielhauses. Jan-Christoph Gockel wird mit seiner Inszenierung dieses antiken Stoffes untersuchen, wie Gesetz und Recht eine Spirale der Gewalt durchbrochen werden kann.

Buchmesse-Gastland Norwegen als weiterer Höhepunkt

"Wieder da" von Friedrich Brattberg , in der Regie von Kornelius Eich (Deutschsprachige Erstaufführung am 7.9.2019 im Bockenheimer Depot) und "Brand" von Henrik Ibsen, in der Regie von Roger Vontobel (Premiere am 12.10.2019, Schauspielhaus)

Buch und Bühne

Das Schauspiel Frankfurt wird auch Romanstoffe inszenieren: "Und es schmilzt" der Niederländischen Autorin Lize Spit (Regie: Heike M. Goetze, Uraufführung am 15.11.2019, Kammerspiele) und "Früchte des Zorns" von John Steinbeck  (Regie: Roger Vontobel, Premiere am 22. 3. 2020 im Schauspielhaus)

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