Warten auf Godot

Samuel Beckett in Reinform. Die Inszenierung von Regisseur Robert Borgmann im Schauspielhaus Frankfurt besticht durch Texttreue, wenig Experimente und eine klare Reduktion auf das Wesentliche.

Wladimir und Estragon warten ... vergeblich. In einem leeren Raum, zwischen Anfang und Ende, müssen sie sich die Zeit vertreiben und nur jener ominöse Godot kann die Erlösung bringen.

Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie Das Warten bringt Farbe auf die Bühne

Ende der Bildergalerie

Die Inszenierung im Schauspielhaus Frankfurt ist auf den Kern reduziert und atmosphärisch dicht dargestellt. Die Anspannung des Wartens wird für den Zuschauer hautnah erfahrbar und fühlbar.

Beckett ist für seinen Minimalismus auf der Bühne bekannt und auch der Regisseur Robert Borgmann hält sich an diese Vorgaben. Die Bühne ist karg möbliert, es gibt wenig Requisiten. Die Schauspieler gehen ganz und gar ins Körperliche und füllen den Raum. Das Publikum spürt die nackte Verzweiflung der Situation des Wartens und des Ausgeliefertseins.

"Warten auf Godot" ist ein Klassiker des absurden Theaters, ohne Moral, mit viel Raum für Interpretationen. Auch in dieser Inszenierung.

Weitere Informationen

Warten auf Godot

Vorstellungen bis zum 3. März 2019

Schauspiel Frankfurt
Neue Mainzer Straße 17, 60311 Frankfurt am Main

Mehr Informationen unter www.schauspielfrankfurt.de

Ende der weiteren Informationen

Fazit

Godot in seiner reinsten Form! Die Inszenierung fordert das Publikum und ist hervorragend gespielt. Die Bühnenbeleuchtung wird fantastisch eingesetzt. Der Schluss ist eben eine "Beckettsche Erfahrung", man wird mit der Interpretation allein gelassen. Insgesamt eine empfehlenswerte und gute Vorstellung!

hr2-Kulturfrühstück, 14.01.2019, 7:30 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit