Oper Frankfurt Rodelinda 2019

Die Oper Frankfurt zeigt jetzt Georg Friedrich Händels "Rodelinda, regina de' Longobardi". Eine tragische Familiengeschichte: Im Streit um den Thron tötet der eine Bruder den anderen, muss fliehen, lässt Frau und Kind zurück. Es geht in der Folge um Geiselnahme, Liebe, Treue, Verrat. Wie die Premiere in Frankfurt war, verrät hr2-Kritikerin Natascha Pflaumbaum.

Es gibt in dem Stück eine ganz außergewöhnliche Rolle: Flavio, der stumme Sohn der Königin, der entführt wird. Was ist denn die Funktion eines stummen Darstellers in einer Oper?

Natascha Pflaumbaum: "In diesem Fall hat er eine sehr prekäre Rolle, weil er quasi benutzt wird. Er ist eine Schlüsselfigur, weil wir aus seiner Perspektive das ganze Geschehen auf der Bühne verfolgen. Der Mann der Königin der Longobarden, Rodelinda, gilt als tot, und der nächste Tyrann, Grimoaldo, steht schon vor ihrer Tür und möchte sie heiraten, weil er den Thron haben möchte. Und Rodelinda steckt in einem Dilemma. Sie möchte diesen Mann nicht haben, weil sie ja auch Mutter des rechtmäßigen Thronfolgers Flavio ist. Und darum sagt sie: wenn du mich heiraten möchtest, dann bring meinen Sohn um, denn ich halte das nicht aus. Und deshalb ist dieser Flavio so wichtig."

Mehr zum Stück erfahren Sie direkt bei der Oper Frankfurt

"Rodelinda, regina de' Longobardi"
ca. 3 1/2 Std. inkl. 1 Pause
Opernhaus, Frankfurt

Fr., 17. Mai - 19 Uhr
So., 19. Mai - 18 Uhr
Do., 23. Mai - 19 Uhr
Sa., 25. Mai - 18 Uhr
Do., 30 Mai - 18 Uhr
Sa., 1. Juni - 19 Uhr
Sa., 8. Juni - 19 Uhr

Sendung: hr2-kultur Kulturfrühstück, 13.5.2019, 7:30 Uhr

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