Ich-Denkmal in Frankfurt
Das Ich-Denkmal in Frankfurt Bild © picture-alliance/dpa

Zum Tag des Denkmals stellen wir witzige, schaurige und skurrile Statuen und Plätze in Hessen vor.

Frankfurt: Grüne-Soße-Denkmal

Grüne-Soße-Denkmal in Frankfurt
Grüne-Soße-Denkmal in Frankfurt Bild © picture-alliance/dpa

Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Nichts anderes gehört hinein, in die echte Frankfurter Grüne Soße. Natürlich noch Schmand und vielleicht noch etwas Senf und Salz. In Nordhessen wiegt man Dill hinein. Dafür haben die Frankfurter ein Denkmal, das aus sieben kleinen Gewächshäusern besteht. Es kann in Oberrad bewundert werden, von wo ab Mitte April die frischen Kräuter aus dem Freiland kommen. Auf dem Boden ist jeweils der Schriftzug einer Zutat genannt, das Denkmal entworfen hat die Ludwigsburger Künstlerin Olga Schulz. Ob sie Grüne Soße mag, ist nicht bekannt.

Frankfurt: Fraa Rauscher

Der Frau Rauscher Brunnen in Frankfurt-Sachsenhausen
Der Frau Rauscher Brunnen in Frankfurt-Sachsenhausen Bild © picture-alliance/dpa

Wie Ebbelwoi und Grie Soß ist auch Fraa Rauscher in Frankfurt Kult. Im berühmten Apfelweinlied über die Frau aus der Klappergasse wird schon seit vielen Jahrzehnten ihre Geschichte besungen. Als typische Sachsenhäuser Marktfrau dargestellt hält die Figur rechts einen Krug und trägt am linken Arm einen Korb. Doch wer den Brunnen in der Sachsenhäuser Klappergasse besichtigen möchte sollte vorsichtig sein! Ihr flottes Mundwerk spuckt in zeitlichen Abständen Wasser auf vorbeilaufende Schaulustige. Die Geschichte basiert auf dem Volksstück "Alt-Frankfurt" von Adolf Stolze, das 1887 uraufgeführt wurde.

Frankfurt: Adorno-Denkmal

Adorno-Denkmal
Adorno-Denkmal Bild © Uni Frankfurt

Auf dem Campus der Goehte-Universität im Frankfurter Westend erinnert ein virtueller Arbeitsplatz an den bedeutenden Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno. In dem Glaskubus befindet sich ein Schreibtisch, ein Sessel und Parkettfußboden. Die Gegenstände auf dem Tisch beziehen sich auf Adornos Arbeit, die Zitate auf den umliegenden Steinplatten stammen aus Adornos Werken "Minima Moralia" und "Ästhetische Theorie".

Frankfurt: Inverted Collar and Tie

Inverted Collar and Tie
Inverted Collar and Tie Bild © Imago Images

Die dezent gestreifte Krawatte von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen wurde 1994 vor der DZ Bank aufgestellt, ist knapp zwölf Meter hoch, wiegt über sieben Tonnen und besteht aus Kunststoff: Eine ironische Anspielung auf Schlips-tragende Passanten, die sich morgens und abends durch das Bankenviertel bewegen. 2017 bekam die fliegende Riesenkrawatte eine neue Beschichtung, weil ihr die Stadtluft zugesetzt hatte.

Gelnhausen-Meerholz: Ex-Mittelpunkt der EU

Gelnhausen-Meerholz: Mittelpunkt der EU
Gelnhausen-Meerholz: Mittelpunkt der EU Bild © Wikipedia/NearEMPTiness

Bis zum 30.6.2013, als Kroatien beitrat, lag der geografischen Mittelpunkt der Europäischen Union auf einem Acker auf der Gemarkung des Gelnhäuser Stadtteils Meerholz. Und zwar seit dem 3. Januar 2007, als die neue Mitte der EU von Mitarbeitern der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation offiziell lokalisiert wurde. Allerdings handelt es sich eher um eine Kuriosität als um ernsthafte Wissenschaft. Bis heute steht das Denkmal, unter dessen Platte Sand aus allen (damaligen) Ländern der EU liegt, in der Landschaft herum. Sollte Kroatien wieder aus- und Großbritannien doch nicht austreten, könnte es die Stadt Gelnhausen offiziell wiederbeleben.

Kassel/Frankfurt: Ich-Denkmal

Ich-Denkmal in Frankfurt
Das Ich-Denkmal in Frankfurt Bild © picture-alliance/dpa

Das Ich-Denkmal ist eine Skulptur des Künstlers Hans Traxler und steht im Stadtteil Oberrad, in der Mainuferanlage zwischen Rudererdorf und Gerbermühle im Frankfurter Grüngürtel. Inzwischen steht ein zweites Exemplar in Kassel am Brüder-Grimm-Platz.

Korbach: Pranger

Pranger in Korbach
Pranger in Korbach Bild © hr

Wer hier schmachten musste, hatte sich einer Verfehlung schuldig gemacht: Am Pranger standen säumige Schuldner und Ehebrecherinnen, durften bespuckt oder geohrfeigt werden. Die Strafe bestand aus der öffentlichen Schande, die ein Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte. Der alte, frühere Pranger von Korbach ist restauriert worden und erinnert heute an diese damalige Form der Rechtsprechung.

Oberzent: Galgen von Beerfelden

Galgen von Beerfelden
Galgen von Beerfelden Bild © picture-alliance/dpa

Schaurig: Auf einer Anhöhe im Odenwald steht seit dem 16. Jahrundert ein Galgen, der jahrhundertelang als Hinrichtungsstätte benutzt wurde. Bis 1804 henkte bz. hängte man zum Tode Verurteilte hier - und ließ sie zur Abschreckung einige Tage baumeln. Beerfelden ist seit 2018 ein Stadtteil der jungen Großgemeinde Oberzent, war für seine Eisen- und Magan-Bergwerke einerseits und seine gute Luft andererseits berühmt, aber auch für seine Umgebung: Das Beerfelder Land mit seinen Hügeln und Tälern. Der dreischläfrige Galgen ist makabererweise ein touristisches Ziel von Wanderern.

Rüsselsheim: Dauerparker

Der "Dauerparker", Denkmal für den Opel Manta, in Rüsselsheim
Der "Dauerparker" in Rüsselsheim Bild © Stadt Rüsselsheim am Main

Durch die Manta-Filme und zahllose Manta-Witze hat es dieses Opel-Modell zu einiger Berühmtheit gebracht. Die Stadt Rüsselsheim hat ihm ein Denkmal gesetzt. Der "Dauerparker" ist eine dem 13,5 Tonnen schwere, dem Opel Manta B nachempfundene Betonskulptur. Die Arbeit des Würzburger Künstlers Matthias Braun steht auf dem Landungsplatz, einem öffentlichen Parkplatz am Mainufer.

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