Ein Mann sitzt bei Sonnenschein in einer Hängematte und liest ein Buch, davor spielt sein Kind auf einer Decke.
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"Frankfurt liest ein Buch" feiert sein 10. Lesefest! Der Roman "Westend" von Martin Mosebach steht im Mittelpunkt des gemeinsamen Lesens in Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

Damit hat der Verein "Frankfurt liest ein Buch" in seinem Jubiläumsjahr einen der renommiertesten deutschen Schriftsteller gewonnen, der in Frankfurt tief verwurzelt ist. Westend ist ein Gesellschaftsroman, der ein wahres Füllhorn an Orten und Themen für Veranstaltungen im Stadtgebiet und der Umgebung bietet.

Das Buch

Eduard Has sieht sich als Glückskind: Der Krieg hat seine Heimatstadt zwar gründlich zerstört, aber das eröffnet der eigenen Immobilienfirma im Frankfurter Westend ungeahnte Chancen. Seinen Erfolg adelt er mit einer stattlichen Sammlung des eben noch verfemten Expressionismus, neben die kühl-elegante Ehefrau tritt eine sinnliche Geliebte, die Tochter Lilly betet er an. Warum nur kann das Leben nicht ewig so weitergehen?

Martin Mosebach
Martin Mosebach Bild © picture-alliance/dpa
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Frankfurt liest ein Buch

Martin Mosebach: Westend
894 Seiten, Neuausgabe 20 Euro
Rowohlt-Verlag
ISBN: 978-3-498-00105-6

www.frankfurt-liest-ein-buch.de

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"Westend" spielt in dem in der Gründerzeit erbauten Frankfurter Stadtteil, der zwischen Palmengarten und der Alten Oper liegt. Im Geist der großen europäischen Gesellschaftsromane ist sein eigentlicher Gegenstand die Stadt mit ihren Bürgern aller Schichten. Durch die reiche Farbigkeit seiner Erzählung lässt Martin Mosebach im Schicksal der Figuren eine ganze Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig werden: Spekulanten und Kunsthändler, Müllsammler, Hausmeister und Putzfrauen, die letzten Vertreter Altfrankfurter Bürgerlichkeit  und ein jugendliches Liebespaar, das an den Sünden der Väter trägt und sie zu überwinden lernt. Ein fabelhaftes Epos über die Verwandlung einer städtischen Gesellschaft in den Aufbaujahren der Bundesrepublik – und ein Hauptwerk Martin Mosebachs, das, vor beinahe dreißig Jahren weitgehend unbeachtet erschienen, jetzt neu zu entdecken ist.  

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