Barbara Baum Kostümbildnerin
Kostümbildnerin Barbara Baum freut sich 2015 bei der Verleihung des 65. Deutschen Filmpreises "Lola" über den Ehrenpreis. Bild © picture-alliance/dpa

Barbara Baum ist eine der renommiertesten Kostümbildnerinnen Deutschlands und entwirft seit fast 50 Jahren Kostüme für internationale und nationale Produktionen.

Gisela Uhlen spielt im Fassbinder-Film "Die Ehe der Maria Braun" Marias Mutter
Gisela Uhlen spielt im Fassbinder-Film "Die Ehe der Maria Braun" Marias Mutter. Bild © picture-alliance/dpa

Besonders eng arbeitete sie mit Rainer Werner Fassbinder zusammen, unter anderem für "Die Ehe der Maria Braun", "Lili Marleen", "Lola" und "Querelle". Ihr besonderes Gespür für historische Stoffe setzte sie auch in mehrteiligen, opulent ausgestatteten TV-Filmen wie "Katharina die Große" oder "Buddenbrooks" um. In ihrem langjährigen Schaffen kleidete Barbara Baum unter anderem Schauspielgrößen wie Meryl Streep, Catherine Zeta-Jones, Jeanne Moreau oder Burt Lancaster ein. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche nationale und internationale Preise, zuletzt 2015 die "Ehren-Lola" beim Deutschen Filmpreis.

Weitere Informationen

Hautnah - Die Filmkostüme von Barbara Baum

Deutsches Filmmuseum, Frankfurt
bis 10. März

deutsches-filminstitut.de

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Ab dem 23. Oktober 2018 präsentiert das Deutsche Filmmuseum Barbara Baums vielseitiges Schaffen erstmals in einer großen Werkschau. Neben 53 ihrer Original-Filmkostüme aus internationalen Ateliers werden auch Dokumente aus dem Arbeitsarchiv der Kostümbildnerin präsentiert, das seit 2015 vom Deutschen Filminstitut verwahrt wird. Sie geben einmalige Einblicke in den Entstehungsprozess eines Filmkostüms, vom ersten Lesen des Drehbuchs über historische Recherchen bis hin zum Zeichnen von Entwürfen und dem spannenden Moment der ersten Anprobe mit den Schauspielern.

Für Barbara Baum sind Stoffe nicht nur Arbeitsmaterial, sondern auch Inspirationsquelle: „Ich denke immer in Stoffen. Bei außergewöhnlichen Stoffen bekomme ich sogar Gänsehaut. Die Entscheidung für diesen oder jenen ganz bestimmten Stoff ist für mich dann meist schon das halbe Kostüm“, beschreibt sie selbst. In der Ausstellung "Hautnah" findet dieses Gespür für Stoffe in einem taktilen Konzept seine Entsprechung. Ein Ziel der Ausstellung ist es, auch blinden und sehbehinderten Besucherinnen und Besuchern Barbara Baums Arbeit zu vermitteln. An taktilen Stationen können sie mit den Händen über Tastbilder von Kostümentwürfen fahren und in Brailleschrift Barbara Baums Anmerkungen zu Form und Schnitt nachlesen. Stoffproben machen die verarbeiteten Materialien spürbar. Ergänzend zur haptischen Vermittlung werden Kostüme und ihr Entwürfe durch Audiodeskription zugänglich. Sehende und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher erhalten so einen multisensorischen, hautnahen Zugang zum Werk dieser einzigartigen  Künstlerin.

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