Luise Greger, 1899

In diesem Jahr feiert Kassel die große Komponistin Luise Greger, Anlass ist ihr 75. Todestag.

Glanzlichter des Festivals sind: der Liederabend "Über den Bergen weit" mit Eleni Matos – Mezzosopran, die in ihrem Heimatland USA schon mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Metha und Neeme Jarvi aufgetreten ist. Außerdem werden in einem musikalischen Salon Lieder, deren Autographe erst kürzlich wiederentdeckt wurden, von Traudl Schmaderer und Vera Weht uraufgeführt.

Weitere Informationen

Internationales Luise-Greger-Festival

Großes hr-Studio Kassel
Wilhelmshöher Allee 347
18. bis 20. Oktober

www.greger-luise.de

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Geplant sind u.a. zwei Vorträge: Dr. Annette van Dyck-Hemming, wird unter dem Motto "Ambitionen und Möglichkeiten einer Frau in wechselvollen Zeiten" über die Ausbildungsmöglichkeiten der Frauen um 1900 am Beispiel von Luise Greger sprechen. Schüler*innen eines Leistungskurses des Kasseler Wilhelmsgymnasiums berichten über ihre Erfahrungen mit dem spätromantischen Lied am Beispiel der Kompositionen Luise Gregers.

Auf dem Programm steht auch eine Fahrt zu ihrer letzten Lebensstation: In der Psychiatrie Merxhausen starb Luise Greger in der Nazizeit an gezielter Unterversorgung; ein Schicksal, das dort ca. 400 Frauen widerfuhr. Stellvertretend für alle Menschen, die hier starben, wird der Platz vor dem Kloster nach Luise Greger benannt. Die festliche Einweihung des Luise-Greger-Platzes und die offizielle Namensgebung erfolgt durch den Bad Emstaler Bürgermeister Stefan Frankfurth. Die Schirmherrschaft hat Susanne Selbert übernommen. Ein Bläserensemble der Musikschule Wolfhagen spielt zwei Sätze aus der Bühnenmusik zu "Gänseliesel" von Luise Greger. Im Anschluss wird Joachim Hübner, Vorsitzender des Kultur- und Geschichtsvereins Bad Emstal e.V., im Rahmen einer Führung einen Vortrag über Luise Gregers letzte Lebensphase in Merxhausen halten.

Den Abschluss des Festivals bildet am Sonntag die Aufführung des Märchenspiels "Gänseliesel" in gekürzter Fassung, kammermusikalische Bearbeitung von Barbara Gabler, es dirigiert Esteban Cordi. Das vollständige Werk wurde 1933 in Baden-Baden uraufgeführt. Das Orchestermaterial galt lange als verschollen und ist im September 2017 in der Uni-Bibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel wiedergefunden worden. Zurzeit wird aus dem Stimmenmaterial eine Partitur erstellt.

Luise Greger, die über 30 Jahre in Kassel wirkte, fand schon zu Lebzeiten in Deutschland und im europäischen Ausland als Kammersängerin und Komponistin große Anerkennung. Zu ihrem 70. Geburtstag am 27. Dezember 1932 schrieb die Kasseler Post: "Die Stadt Kassel kann stolz darauf sein, Deutschlands bedeutendste lyrische Dichterin der Gegenwart zu ihren Einwohnern zu zählen". Die Stadt Kassel hat ihre Komponistin im Jahr 2013 mit dem Luise-Greger-Weg und einer Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Wilhelmshöher Allee geehrt.

Im Jubiläumsjahr 2019 erklingt auch schon im Vorfeld des Festivals Musik von Luise Greger. "Kultur unterm Kronleuchter" – in dieser Reihe findet im Ballhaus am 6. Oktober um 17 Uhr ein Konzert mit Liedern von Luise Greger statt, interpretiert von Traudl Schmaderer und Vera Weht. 

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