Piet Mondrian: Komposition mit großer roter Fläche, Schwarz, Grau und Blau
Piet Mondrian: Komposition mit großer roter Fläche, Schwarz, Grau und Blau Bild © Gemeentemuseum Den Haag, The Hague

Mit Piet Mondrian stellt das Museum Wiesbaden einen Maler vor, der hinsichtlich des radikalen Umbruchs an der Schwelle des 19. und 20. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle spielt.

Spätestens mit der Gründung der Gruppe "De Stijl" 1917 in Leiden gehört der holländische Maler mit seinen streng geometrischen, zumeist lediglich in Primärfarben ausgeführten Werken zu den wichtigsten Künstlern der Klassischen Moderne.

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Piet Mondrian: Natur und Konstruktion

Museum Wiesbaden
26. Oktober bis 17. Februar

museum-wiesbaden.de

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Die Ausstellung vollzieht schrittweise alle Entwicklungsstufen Mondrians – ausgehend von seiner wenig bekannten naturalistischen Malerei Mitte der 1890er-Jahre, über eine abstrahierende Phase zwischen 1908 und 1917 bis hin zur Malerei der absoluten Gegenstandslosigkeit.

Diesen bemerkenswerten Schritt erklärt Mondrian 1919 in einem Brief, in dem er seine Vorgehensweise beschreibt: "Ich arbeite gerade an einer Sache, was einer Rekonstruktion des Sternenhimmels gleichkommt, aber ich versuche es ohne Rückbezug auf die Natur." Der gedankliche Ausgangspunkt seines Werks sind selbst zu diesem späten Zeitpunkt noch immer real vorhandene Gegebenheiten, aber vom Endergebnis, dem abstrakten Bild, ist dieser Naturbezug nicht mehr rekonstruierbar. Mondrian scheint die Kunst völlig von der Natur abgekoppelt zu haben. Aber ist sie das wirklich? Dieser entscheidenden Frage spürt die retrospektiv angelegte Ausstellung "Natur und Konstruktion" nach.

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