Blutiges Messer
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Jeden Monat stellen "Krimi Mimi" Miriam Semrau und Nicole Abraham in ihrem Podcast "Krimi mit Mimi" aktuelle Krimis vor. Hier sind die Highlights:

Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof
Antii Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof, aus dem Finnischen von Niina Katariina Wagner und Jan Costin Wagner, Rowohlt, 352 Seiten, 19,95 Euro Bild © Rowohlt

Platz 10
Antii Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof

Dieser Roman verbindet leichtfüßig eine Todesdiagnose mit schwarzem Humor, einer Liebesgeschichte und einem Schuss Lebensweisheit. Der Unternehmer Jaakko möchte vor seinem Tod herausfinden, wer ihn vergiftet hat und stößt dabei auf einige Überraschungen. Uns Lesern bleibt mehr als einmal das Lachen im Hals stecken bei so wunderbaren Sätzen wie "Ich bin ja nicht wirklich krank, ich sterbe nur." Ein Krimi für alle, die das Besondere suchen.

Gil Ribeiro: Weiße Fracht - Lost in Fuseta
Gil Ribeiro: Weiße Fracht - Lost in Fuseta, KiWi-Paperback, 400 Seiten, 16 Euro Bild © KiWi

Platz 9
Gil Ribeiro: Weiße Fracht - Lost in Fuseta

Ein deutscher Austauschkommissar an der Algarve mit Asperger-Syndrom, das ist wirklich eine besondere Konstellation. Mit bestechender Logik ermittelt Leander Lost in zwei Mordfällen, während er bei der Interpretation zwischenmenschlicher Kontakte immer noch hin und wieder danebenliegt. Dazu ein großer Schuss portugiesischer Lebensart und fertig ist der perfekte Urlaubskrimi für Herz und Hirn.

Empfehlung Krimi Mimi: Simone Buchholz, Mexikoring
Bild © Suhrkamp Verlag

Platz 8
Simone Buchholz: Mexikoring

Niemand sonst kann mit wenigen Worten so treffend Charaktere zum Leben erwecken und Atmosphären spürbar machen wie Simone Buchholz. Und dabei geht es um brisante gesellschaftliche Themen wie brennende Autos und gewalttätige Clans. Dieser Krimi ist spannend und wortgewaltig, seine messerscharfen Beobachtungen gehen unter die Haut. Achtung: Ihr Blick auf die Welt könnte sich nach der Lektüre verändern.

Joyce Carol Oates: Pik-Bube
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Platz 7
Joyce Carol Oates: Pik-Bube

Dieser Thriller ist spannend, böse, lustig und nimmt dabei sein eigenes Genre gekonnt aufs Korn. Denn im Mittelpunkt steht ein angesehener literarischer Autor, der unter einem Pseudonym derbe Thriller schreibt. Dieses Doppelleben beginnt ihn in den Wahnsinn zu treiben und seine Familie wundert sich. Fein konstruiert, sprachlich elegant und unterhaltsam ist dieser Roman viel zu schnell zu Ende.

Eliot Pattison: Der Fremde Tibeter
Eliot Pattison: Der Fremde Tibeter, aus dem Amerikanischen von Thomas Haufschild, Aufbau Verlag, 493 Seiten, 26,85 Euro Bild © atb

Platz 6
Eliot Pattison: Der fremde Tibeter

Mit diesem Krimi reist man in das Herz einer anderen Kultur und das ist genauso spannend wie unterhaltsam. Ein politisch unbequemer Polizist wird aus Peking in ein Straflager nach Tibet abgeschoben und beginnt dort in einem Todesfall zu ermitteln. Dabei nähert er sich feinfühlig der ihm fremden Kultur und wir als Leser sitzen ihm dabei auf der Schulter. Ein Krimi für Neugierige.

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Krimi mit Mimi in hr2-kultur

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Don Winslow: Tage der Toten
Don Winslow: Tage der Toten, aus dem Amerikanischen von Chris Hirte, Suhrkamp Taschenbuch, 689 Seiten, 10,99 Euro Bild © Suhrkamp

Platz 5
Don Winslow: Tage der Toten

Dieser Auftakt zur Trilogie über mexikanische Drogenkartelle und ihre Verbindungen in die USA ist die beste Doku-Fiction, die ich je gelesen habe. Der US-Drogenfahnder Art Keller soll in Mexiko Drogendealer auffliegen lassen und muss dabei verdammt aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen. Nirgends habe ich mehr über Drogengeschäfte gelernt als in diesen spannenden Romanen, die auf Fakten beruhen.

Christian v. Ditfurth: Zwei Sekunden
Christian v. Ditfurth: Zwei Sekunden, carl's books, 464 Seiten, 14,99 Euro Bild © carl's books

Platz 4
Christian von Ditfurth: Zwei Sekunden

"Zwei Sekunden" ist der Beweis, dass deutsche Autoren mindestens genauso gute Polit-Thriller schreiben können wie ihre amerikanischen Kollegen. Die Bundeskanzlerin entgeht knapp einem Anschlag. Während der fieberhaften Ermittlungen geschehen weitere Morde und nur der eigensinnige Kommissar de Bodt hat den richtigen Riecher. Tempo, Action, Spannung und das mitten in Berlin. Großartig.

Empfehlung Krimi MimiJens Henrick Jensen, Oxen – gefrorenen Flammen
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Platz 3
Jens Henrik Jensen: Oxen. Das erste Opfer

"Oxen. Das erste Opfer" ist der erste Band der brillanten Danehof-Trilogie um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. Aus meiner Sicht ist er das dänische Pendant zu Lee Childs Jack Reacher – genauso stark, kaputt, aufrecht und einsam. Oxen wird verdächtigt, einen Geschäftsmann umgebracht zu haben und sein einziger Ausweg ist, seine Unschuld selbst zu beweisen. Dieser spannende Thriller ist ein Muss für alle Leser, die Geheimbünde lieben.

Roger Smith: Mann am Boden
Roger Smith: Mann am Boden, aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Tropen Verlag, 319 Seiten, 14,95 Euro Bild © Tropen Verlag

Platz 2
Roger Smith: Mann am Boden

Keiner schreibt so gnadenlose Psychothriller wie Roger Smith. Dass eine dreiköpfige Familie Zuhause überfallen wird, ist schlimm genug. Aber was in den folgenden Stunden ans Licht kommt, verschlägt uns Lesern den Atem und am Ende ist klar, dass kein Abgrund so tief ist, wie die menschliche Psyche. Ein Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann. Ein Autor, der süchtig macht.

Jeong Yu-Jeong: Der gute Sohn
Jeong Yu-Jeong: Der gute Sohn, aus dem Koreanischen von Kyong-Hae Flügel, Union-Verlag, 320 Seiten, 19 Euro Bild © Unionsverlag

Platz 1
Jeong Yu-Jeong: Der gute Sohn

Diese Geschichte ist so abgrundtief böse und gleichzeitig so locker erzählt, dass mir immer ein Schauer über den Rücken läuft, wenn ich an sie denke. Der 25-jährige Yu-Jin findet eines Morgens seine Mutter mit durchtrennter Kehle in der Küche und wundert sich über Blut an seiner Kleidung. Nach und nach kehren seine Erinnerungen zurück und der Blick in seinen Kopf ist ein Leckerbissen für alle hartgesottenen Leser.

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