Christoph Hein: Verwirrnis
Das Cover von Christoph Hein: Verwirrnis Bild © Suhrkamp

Mauerbau, Trennung der zwei Deutschland, Wiedervereinigung, Stasi und Nachwendezeit: Heins neuer Roman ist voll mit Geschichte - und dennoch erscheint die Hauptfigur unerhört lebendig.

Die Hauptfigur hört auf den schönen Namen Friedeward Ringeling. Er wohnt in der DDR, ist homosexuell und muss sich überlegen, wie er seine Neigung ausleben und in feindlichem Umfeld gleichzeitig beruflich sein Leben leben kann.

Weg in die deutsche Geschichte

Christoph Hein hatte in der DDR bereits lange bevor die Mauer fiel über ein erstarrtes System geschrieben, das keine Zukunft mehr hat; dann im wiedervereinigten Land Romane über die Republik in der Gegenwart verfasst. Doch seit einigen Jahren sucht er seinen Weg in die deutsche Geschichte und geht viel weiter an Jahren zurück, auch in seinem neuen Roman "Verwirrnisse".

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Christoph Hein: Verwirrnis

Suhrkamp Verlag
303 Seiten
22 Euro

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Fazit

Wieder einmal schafft es der Autor Literatur als Form der Geschichtsschreibung zu präsentieren. Hier werden Lebensläufe beschrieben, die immer mehr sind als die Systeme, in denen sie leben. Selbst die Kotzbrocken haben ihre überraschenden Seiten. Wieder ein großer, meisterhafter Roman eines der großen Autoren deutscher Sprache.

Vorgestellt von Mario Scalla

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 13.09.2018, 08:30 Uhr

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