Podcast Eckart Conze: Die große Illusion

Eckart Conze: Die große Illusion

Am 18. Januar trafen sich in Paris Vertreter von über 30 Staaten, um nach dem Ende des Ersten Weltkriegs eine globale Friedensordnung zu finden. Aber die Hoffnungen erwiesen sich als "große Illusion". So hat der Marburger Historiker Eckart Conze seine umfassende und brillant geschriebene Studie zu den Verhandlungen und ihre bis in die Gegenwart reichenden Folgen genannt.

Den Versailler-Vertag beurteilt Conze für Deutschland recht positiv. Es gab zwar den Gebietsverlust, die Reparationen, die wirtschaftliche Schwächung und Einschränkungen im Militär, aber trotzdem war Deutschland eine europäische Macht geblieben. Sogar wieder auf dem Weg zu einer potentiellen Großmacht. Conze glaubt, dass der Versailler-Vertrag eine Chance hätte gewesen sein können.

Fazit

Trotz des schweren Themas lassen sich die 560 Seiten wunderbar flüssig und eingängig lesen. Ein absolut empfehlenswertes Buch.

Die Große Illusion:
Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt
Siedler Verlag
30,00 Euro

hr2-Kulturfrühstück, 18.01.2019, 8:30 Uhr

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