Elizabeth Hartley Winthrop:  Mercy Seat
Bild © C.H. Beck

Weltpremiere des neuen Romans der amerikanischen Schriftstellerin Elizabeth Hartley Winthrop in Deutschland. In den USA wird "Mercy Seat" erst im Mai veröffentlicht und wird dort sicherlich für Diskussionsstoff sorgen.

Die 1979 geborene Autorin aus Massachusetts ist hier noch unbekannt, aber sie ist ein Geheimtipp und wird schon mit dem US-Schriftsteller William Faulkner verglichen, der 1950 den Literaturnobelpreis erhalten hatte.

In dem Buch "Mercy Seat"– ein anderer Ausdruck für den elektrischen Stuhl - geht es um den 18 Jahre alten Will, der in St. Martinville in Lousiana der 40ger Jahre zum Tode verurteilt wird. Der schwarze junge Mann soll ein weißes Mädchen vergewaltigt haben. Sie war jedoch seine Geliebte und viele Menschen wissen, dass er unschuldig ist.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit! Außerdem hat der Song "The Mercy Seat" von Nick Cave die Autorin inspiriert.  

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Elizabeth H. Winthrop: Mercy Seat

C.H. Beck
Übers.: Hansjörg Schertenleib,
252 Seiten
22 Euro

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Fazit

Wir lernen sehr viele Figuren kennen, ob weiß oder schwarz, die sich alle um Will drehen, in Gedanken bei ihm sind, zu ihm eilen, der um Mitternacht hingerichtet werden soll. Es sind Menschen, die wir nicht mehr so schnell vergessen werden. Vor dem Hintergrund eines grausamen Rassismus, ist der Roman aktuell, rührt zu Tränen, macht den Leser aber auch wütend.

"Mercy Seat" ist ein wunderbares Buch, das mich beim Lesen aufgewühlt hat. Ein absoluter Geheimtipp!

Vorgestellt von Ariane Wick

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 26.04.2018, 08:30 Uhr

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