Podcast James Baldwin: Nach der Flut das Feuer / The fire next time

 Nach der Flut das Feuer / The fire next time

Aktueller denn je: Was James Baldwin 1963 an seinen Neffen und sich selbst unter dem Titel "The fire next time" schrieb, beschreibt immer noch die Zerreißprobe, vor der nicht nur die US-amerikanische Gesellschaft steht. Und: Seine Worte lassen immer noch auf ein Ende des rassistischen Albtraums hoffen, der die westliche Welt wieder eingeholt hat.

James Baldwin schrieb seinem Neffen anlässlich dessen 15. Geburtstags und anlässlich des 100. Jahrestags der Sklavenbefreiung. Er erklärte ihm, dass seine Landsleute ihm so lange zu verstehen gegeben haben, dass er wertlos sei, bis er dies verinnerlicht hatte. Er erklärte ihm, warum sie dies taten und wie er sich dazu verhalten könnte.

In einem zweiten Brief, den er an sich selbst richtete, erinnerte sich Baldwin an seine Kindheit und seinen Weg, der ihn über die Kirche zu der Erkenntnis führte, dass es keine Befreiung "der Schwarzen" geben könne, ohne die Befreiung "der Weißen". Beide Briefe wurden unter dem Titel "The fire next time" zu einem ikonischen Text der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Miriam Mandelkows Neuübersetzung zeigt, dass Baldwins Essay noch an Gewicht gewonnen hat. Es ist ein Text, der die Welt angeht.

Fazit

"Nach der Flut das Feuer. The fire next time" ist einer der großen Texte der Weltliteratur, der James Baldwin als einen der außergewöhnlichsten Redner und feinsinnigsten Schriftsteller der Literaturgeschichte zeigt. Er sollte in keiner Bibliothek fehlen, weil er Hoffnung bezeugt, ohne versöhnlich zu sein und aktueller ist denn je.

James Baldwin
Nach der Flut das Feuer. The Fire Next Time
Übersetzt von Miriam Mandelkow
dtv
18 Euro

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