Carr: Ein Tag im Sommer
In unverwechselbarem trockenem, britischem Humor: Carrs "Ein Tag im Sommer" Bild © Dumont

Der britische Schriftsteller J. L. Carr wurde von der Zeitung The Independent als "gänzlich unverwechselbar, einer der originellsten der Nachkriegszeit" gefeiert. Sein letzter Roman (2016 auf deutsch als "Ein Monat auf dem Land" erschienen) war für den Booker-Preis nominiert. Nun ist nach dem Tod des Autors 1994 ein weiterer Roman auf Deutsch erschienen "Ein Tag im Sommer".

Dieser eine Tag hat es in sich, denn schon auf der ersten Seite erfährt der Leser, dass die Hauptfigur Peplow etwas Außergewöhnliches vorhat. Er fährt mit dem Zug in das kleine Dorf Great Minden, um dort einen Mann zu erschießen. Es ist der Mann, der im letzten Sommer seinen 10 Jahre alten Sohn überfahren hat und trotzdem freigesprochen wurde. Bevor er den geplanten Racheakt ausführt, spricht Peplow mit vielen Bewohnern und der Leser wird eingeweiht in Intrigen und Geheimnisse des Dorfes.

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J.L. Carr: Ein Tag im Sommer

Dumont
304 Seiten
22 Euro

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Im Original erschien dieser Roman schon 1963, er ist trotzdem überraschend modern.  J.L. Carr hat einen unverwechselbaren trockenen, britischen Humor. Es ist eine spannende Geschichte mit sarkastisch, ironischem Unterton und so unterhaltsam wie der Roman angefangen hat, endet er auch, aber ganz anders, als der Leser es erwartet hätte!

Vorgestellt von Ariane Wick

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 30.4.2018, 8:30 Uhr

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