Joshua Cohen: Buch der Zahlen
Bild © Schöffling Verlag

"Buch der Zahlen" ist der vierte Roman des 1980 in New Jersey geborenen Autors. Cohen ist bekannt für eine originelle Themenwahl und einen sehr eloquenten, großstädtischen und humorvollen Stil.

Dieser ist auch im "Buch der Zahlen“ zu bewundern, denn genau genommen geht es hier um zwei zahlen: Null und Eins, also eben die, aus denen die digitalen Welten entstehen. Sein Buch führt mitten hinein in die hochfliegenden Fantasien der Technikutopisten und die sich schnell ergebenden Desillusionierungen.

Schreibt das World Wide Web die besten Krimis?

An spielerischen Einfällen ist hier kein Mangel. Der gescheiterte Autor Joshua Cohen soll als Ghostwriter eines Suchmaschinenmoguls fungieren. Sein Name: Joshua Cohen. Die Sache wird gefährlich, denn viel Geld steht auf dem Spiel. Gefährlich für Joshua Cohen, nur für welchen? Während des Lesens steigt die Vermutung auf, über das World Wide Web lässt sich bald wohl nur noch in der Form des Krimi schreiben – und mit viel Humor, versteht sich.

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Joshua Cohen: Buch der Zahlen

Übers.: Robin Detje
Schöffling & Co.
32 Euro

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Fazit

Schon lange wurde kein Roman mehr veröffentlicht, der so versiert das Silicon Valley und seine Mythen so gekonnt dekonstruiert. Für alle, die den Hype um das Netz und die Kommerzialisierung inklusive der Rückkehr von Big Brother gesehen haben und sich fragen was nun?

Vorgestellt von Mario Scalla

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 25.01.2018, 08:30 Uhr

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