Maggie O´Farrell: Ich bin, ich bin, ich bin
Maggie O´Farrell: Ich bin, ich bin, ich bin Bild © Piper Verlag

Maggie O´Farrell ist trotz ihrer sieben zum Teil hochdekorierten Romane bei uns noch recht unbekannt. Mit diesen 17 autobiografischen Geschichten, die jeweils eine Begegnung mit dem Tod zum Thema haben, stellt sie sich als vielseitige, sprachmächtige Autorin vor.

Inhalt

Wenn man vom Leben erzählen will, muß man auch vom Tod sprechen. Maggie O´Farrell schildert 17 Nahtoderfahrungen und erzählt darin ihr ganzes Leben. Biografie und Erinnerung sind immer bruchstückhaft und nur sehr selten chronologisch. Hier werden dramatische Momente zum Motor einer Erinnerung, die sich zu einer ganzen Lebensgeschichte ausweiten läßt. In diesen 17 Geschichten wird ein Mensch sichtbar, der weniger leidet, als dass er sich selbst bestimmt und an der Grenze zwischen Leben und Tod eine spannungsvolle Existenz findet. "Ich bin, ich bin, ich bin" ist der pochende Herzschlag des Lebens und das Buch in jedem noch so dramatischen Moment eine Selbstversicherung. Optimistisch und lebensbejahend.

Weitere Informationen

Maggie O´Farrell: Ich bin, ich bin, ich bin

ggf, Übersetzer etc.
Piper Verlag
256 Seiten
22 Euro

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Fazit

"Ich bin, ich bin, ich bin"  ist ein erstaunlicher Genre und Stilmix. Kleine literarische Momentaufnahmen entstehen aus dem Besten eines sachlichen Essays, emotionaler Erinnerung und einer mitreißender Erzählweise, die immer nachvollziehbar und überwältigend bleibt. Und dann wird einem selbst klar, dass der Tod keine unbekannte ferne Größe ist, sondern immer mal wieder ganz nah an einen jeden heranrückt. Jeder kennt diese Nahtoderfahrungen, die meisten haben sie nur vergessen.

Vorgestellt von Ulrich Sonnenschein

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 02.08.2018, 08:30 Uhr

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