Podcast Paolo Giordano: Den Himmel stürmen (Roman)

Paolo Giordano: Den Himmel stürmen

In seinem neuen Roman "Den Himmel stürmen" portraitiert Paolo Giordano eine ganze Generation junger Italiener und stellt sich den großen Fragen unserer Zeit: Globalisierung, Klimawandel und die Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit der Natur.

Der junge italienische Autor schreibt über eine Gruppe von Freunden, die auf dem Land eine gesellschaftliche Utopie leben, bis die Idylle auf einem Selbstversorger-Hof im Süden Italiens zusammenbricht. Das Liebespaar Teresa und Bern - sie sind die zentralen Figuren des Romans - trennt sich und der Schauplatz der Handlung verlässt den privaten Raum des Gehöfts: Bern wird der Anführer einer militanten Gruppe, die sich dem Kampf gegen die Rodung alter Olivenbaumplantagen einsetzt. Bei einer der Aktionen der Gruppe ereignet sich ein Zwischenfall und Bern wird fortan mit internationalem Haftbefehl gesucht. Teresa wird ihn nur noch ein einziges Mal Jahre später wiedersehen.

Fazit

"Den Himmel stürmen", Giordanos dritter Roman nach seinem erfolgreichen Debüt "Die Einsamkeit der Primzahlen", reicht weder sprachlich noch in Bezug auf die Handlung an seine vorherigen Romane heran. Dafür sind die Figuren zu eindimensional und der spannungsreiche Plot wirkt durch die vielen Wendungen etwas überfrachtet. Dennoch entwickelt der Roman eine Sogwirkung, indem er eine zugängliche Geschichte über das Scheitern einer Utopie erzählt.

Paolo Giordano
Den Himmel stürmen
Übersetzung: Barbara Kleiner
Rowohlt Verlag
22,00 Euro

hr2-Kulturfrühstück, 15.01.2019, 8:30 Uhr

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