Podcast Robert Galbraith (Rowling): Weißer Tod

Robert Galbraith: Weisser Tod

 „Weißer Tod“ ist der vierte Kriminalroman aus der Feder eines gewissen Robert Galbraith. Unter diesem Pseudonym – und das ist schon lange kein Geheimnis mehr – schreibt Harry Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling Krimis. Die Serie um den einbeinigen Privatdetektiv Cormoran Strike gibt es dank der BBC auch schon als Film.

In „Weißer Tod“ führt ein Auftrag in die Politik und direkt in den Westminster Palast. Robin Ellacott, von der Assistentin zur Partnerin von Privatdetektiv Strike aufgestiegen, ermittelt verdeckt in den Büros von Kultur- und Sportminister. Wir schreiben das Jahr 2012: Großbritannien ist Austragungsort der Olympischen Spiele. Der Kulturminister hat die Privatdetektive beauftragt, ihm bei einem Erpressungsfall beizustehen.

Alle Bereiche der britischen Gesellschaft

Ein Fall, der Robert Galbraith alias J.K. Rowling hervorragende Gelegenheiten liefert, alle Bereiche der britischen Gesellschaft auszuleuchten. Und es werden so ziemlich alle Themen angesprochen, die in diesen Fall und in die aktuelle Lage passen: vom Anti-Semitismus der britischen Linken, den Arbeitsbedingungen bei Amazon bis zum langen Schatten des Kolonialismus von Großbritannien.

Fazit

Die Frage, wer der Täter ist, droht zuweilen in den 860 Seiten des Krimis verloren zu gehen. Man muss  schon aufpassen, den Überblick zu behalten – und eigentlich merkt man erst am Schluss, wie raffiniert und wie vielschichtig die Geschichte gebaut ist, wie geschickt J.K. Rowling falsche Fährten legt und ihre Leser in Ablenkungsmanöver verwickelt.

„Der weiße Tod“ ist ein spannender Krimi, anschaulich geschildert und pointiert geschrieben – für den man sich allerdings ein wenig Zeit nehmen muss.

Robert Galbraith (Rowling)
Weißer Tod
Übers.: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz
Blanvalet Verlag 2018
24 Euro

hr2-Kulturfrühstück, 8.1.2019, 8:30 Uhr

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