Sascha Reh - Aurora
Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte Bild © Schöffling

Der Autor Sascha Reh ist seit knapp zwei Jahrzehnten auf der literarischen Bühne vertreten. Bisher hat er drei Romane vorgelegt, und schon viele Auszeichnungen erhalten. In dieser Woche ist sein neuestes Buch erschienen, "Aurora“, und auch das ist schon auf der Shortlist für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2018 gelandet, mit 30.000 Euro Preisgeld eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen.

Es ist ein bizarres Szenario  das Sascha Reh hier ausbreitet: Die Geschichte spielt im Winter an Weihnachten auf der völlig eingeschneiten Ostseeinsel Bornholm. "Aurora" heißt angeblich eine Hochschwangere, zu der die drei Protagonisten des Romans in dieser Heiligen Nacht unterwegs sind. Ole, ein erfolgloser Lokalreporter einer dänischen Tageszeitung, Tamara, eine kinderlose Hebamme  und Eric, ein junger Soldat, der einen Schützenpanzer gekapert hat. Das ist Ausgangspunkt für eine Dynamik, in deren Verlauf sich nach und nach die Geschichten und Schicksale der drei herausschälen, die sie zufällig (oder eben auch nicht) in dieser extremen Situation zusammen gebracht haben.

Weitere Informationen

Sascha Reh: Aurora

Schöffling
200 Seiten
20 Euro

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Fazit

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte, bei der offen bleibt, wer die Maria spielt und wer eigentlich die Rolle des Josef übernommen hat. Sascha Reh lässt in dieser einzigen Nacht über drei verzweifelte Menschen in einem Schützenpanzer einen ganzen gesellschaftlichen Kosmos entstehen. Ein anregendes und  kurzweiliges Leseerlebnis, das viel Raum für die Fantasie der Leser gibt.

Vorgestellt von Hadwiga Fertsch-Röver

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 20.9.2018, 08:30 Uhr

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