US-Schriftsteller T.C. Boyle
US-Schriftsteller T.C. Boyle Bild © picture alliance / CITYPRESS 24

Berühmt gemacht haben den amerikanischen Schriftsteller T.C.Boyle seine Romane über skurrile Helden der amerikanischen Zeitgeschichte wie Kellog oder Kinsey und über gegen den Strich gebürstete Öko-Themen.

Aber er beherrscht das uramerikanische Genre der short story nicht weniger brillant. Seine Erzählungen glänzen stets durch verblüffende Wendungen. Er hat einen bisweilen sardonischen Humor, wie jetzt die jüngste Kurzgeschichtensammlung ‚Good home‘ nachdrücklich beweist.

Meister der Überraschung

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Cover T.C. Boyle - Good Home. Stories

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Unser Rezensent Johannes Kaiser schätzt die unerwarteten Wendungen bei Boyle

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Zwanzigmal setzt T.C. Boyle an, uns in einen mehr oder weniger typischen amerikanischen Alltag zu versetzen. Normalerweise beginnt alles sehr ruhig und gemächlich. Alles scheint in Ordnung und dann bricht das Unheil aus. Man erwartet es bereits, denn T.C. Boyle gibt kleine versteckte Hinweise darauf, dass nicht alles so ist, wie es scheint. So alltäglich seine Geschichten beginnen, nie enden sie alltäglich und das macht ihn zu einem Meister der short story. T.C. Boyle liebt solche Überraschungen und in manchen dieser Geschichten scheint er uns sagen zu wollen, dass in jedem von uns unvermutet ein Held stecken kann.

Weitere Informationen

T.C. Boyle - Good Home. Stories

aus dem Amerikanischen Anette Grube/Dirk von Gunsteren
Hanser Verlag München
429 Seiten
23 Euro

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Fazit

Es sind die unerwarteten Wendungen, die überraschenden Schlüsse, das immer wieder aufblitzende ironische Augenzwinkern, dass seine Geschichten zu funkelnden Meisterstücken der Kurzgeschichte machen.

Vorgestellt von Johannes Kaiser

Sendung: hr2-kultur, hr2-Kulturfrühstück, 09.02.2018, 08:30 Uhr

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