Buch-Cover: Anna Seghers - das siebte Kreuz
Anna Seghers: Das siebte Kreuz, Aufbau Verlag, 20 Euro Bild © Aufbau Verlag

Aus Anlass von "Frankfurt liest ein Buch" hat unser Literaturkritiker Ulrich Sonnenschein diesen Roman wieder gelesen. Er verrät, warum es sich lohnt, dieses Buch zu entdecken und, wenn man es schon kennen sollte, noch einmal neu zu lesen.

Als Jüdin und Kommunistin wurde Anna Seghers von den Nationalsozialisten doppelt verfolgt. Ihren Roman "Das siebte Kreuz" schrieb sie 1938/39 im französischen Exil. Die Handlung verlegte sie in eine Landschaft, mit der sie stärker verbunden war als mit jeder anderen: Sieben Häftlinge sind aus dem KZ Westhofen bei Worms, eigentlich Osthofen, geflohen. Doch nur einem von ihnen, Georg Heisler, gelingt die Flucht über Mainz und Frankfurt. Auf der Flucht trifft er auf Männer und Frauen, die sich zwischen Verrat und Treue entscheiden müssen.

Warum sich das Wiederlesen lohnt

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Wie kaum ein anderer Roman beschreibt "Das siebte Kreuz" die Geschichte einer persönlichen Flucht in ihrem politischen Umfeld. KZ-Insasse Georg Heisler riskiert sein Leben, um es wiederzugewinnen. Die Nazis wollen das natürlich nicht zulassen und suchen ihn mit aller Kraft. Ohne die Hilfe seiner Freunde kann diese Flucht nicht gelingen. Auch die Menschen, die heute flüchten, haben ihre Geschichte und sind auf Hilfe angewiesen. Die Parallelen sind vor allem deshalb so augenfällig, weil Anna Seghers zwar ein Sittenbild der NS-Zeit entwirft, aber ihre Charaktere bewusst offen hält.

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Anna Seghers: Das siebte Kreuz

Aufbau Verlag
448 Seiten
20 Euro

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Zu den vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen von "Frankfurt liest ein Buch"

Vorgestellt von Ulrich Sonnenschein

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 16.4.2018, 8:30 Uhr

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