Viele Menschen spüren: Rituale wirken, sie geben dem Ausdruck, was sonst keinen findet, den Übergängen, den wichtigen Lebensstationen und dem Gefühlschaos, das diese oft auslösen. Viele Menschen suchen bei diesen Gelegenheiten nicht die Kirche auf, weil sie meinen, dass das, was sie mit der Geburt ihres Kindes oder ihrer gemeinsamen Liebe verbinden, nicht dem entspricht, was Pfarrerinnen und Pfarrer zu solchen Lebenswenden zu sagen haben.

Ein Begrüßungsfest fürs Kind - das ja! Aber eine Taufe - Kirchenmitgliedschaft -  eher nicht. Eine schöne Hochzeit, ja, mit Segen - aber nicht von einer Pfarrerin und einem Pfarrer und schon gar nicht mit der traditionellen Trauliturgie. Eine Beerdigung, ja freilich - aber ohne Rede von Kreuz und Auferstehung bitte.

Viele Menschen suchen bei diesen Gelegenheiten nicht die Kirche auf, sie gehen lieber zu "freien Theologen". Im Internet sind sie leicht zu finden. Viele von ihnen haben sich bewusst für diese Form von freier Gemeinde und freier Seelsorge entschieden. Manche sind aus der Kirche ausgestiegen, sogar ehemalige katholische Priester sind darunter, die geheiratet haben.

Matthias Morgenroth fragt: Funktionieren ihre "freien Rituale" auch? Welche Wünsche und Sehnsüchte, welche Erfahrungen verknüpfen sich damit? Wie sieht eine freie Hochzeit aus - und wie verstehen freie Theologen ihre Art  der Seelsorge? Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es - wie reagiert die evangelische Kirche darauf?

Sendung: hr2-kultur, Camino, 17.06.2018, 11:30 Uhr

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zum Download Matthias Morgenroth: Gott spielt auch draußen. Freie Redner und freie Rituale

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