In Zeiten, da laut Umfragen der Antisemitismus wächst, hat es auch das Alte Testament nicht leicht. Es ist bis heute die Bibel der Juden, zugleich der erste Teil der Heiligen Schrift der Christen, steht aber in der Kritik bei einigen christlichen Theologen.

Allerdings sei im Alten Testament zu viel von Krieg, Blut und Opfern die Rede, wird oft eingewendet. Auch sei das Gottesbild finster. Überhaupt seien die Texte kaum noch relevant, weil sie einer Kultur angehörten, die uns heute nicht mehr geläufig sei. Daher fordern manche christliche Theologen: Das Alte Testament habe deutlich hinter das Neue Testament zurückzutreten.

Georg Magirius geht den Vorwürfen nach und fragt im Gespräch mit dem Alttestamentler Thomas Hieke und dem vielfach ausgezeichneten Lyriker Uwe Kolbe: Was ist die Grundausrichtung des Alten Testaments? Und wie prägt seine Bilderwelt und Sprache uns bis heute? Musikalisch interpretiert wird die Sendung von der Harfinistin Bettina Linck.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 05.08.2018, 11:30 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit