Auch im digitalen Zeitalter lebt der Papierzettel weiter. Denn er ist das perfekte Medium für Botschaften, die man sofort lesen muss, weil man geradezu darüber stolpert, das festhält, was man sonst gleich wieder vergessen würde.

Sie liegen auf dem Küchentisch, hängen am Laternenmast, wir finden sie in Einkaufswagen, in Jacken- oder Hosentaschen, in Glückskeksen und Gesangbüchern: Papierfetzen mit Notizen und Botschaften an uns selbst oder an unsere Mitmenschen: "Willst du mit mir gehen?", "Katze entlaufen", "Geschenk für Papa besorgen". Auf dem Zettel landen spontane Ideen, Sinnsprüche, Hilferufe, Liebeserklärungen und Wutausbrüche.

In seiner Unmittelbarkeit belebt der Zettel unseren Alltag. Am Ende landet er im Müll, als liebe Erinnerung in einer Schatzkiste oder als wertvolles Zeitdokument im Museum.

Ein Beitrag von Stefanie Pütz.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 12.08.2018, 11:30 Uhr

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