Poesie kann eine Botschaft Gottes sein, andererseits auch ein Weg zum Dialog mit Gott.

"Der da aus meinem Mund spricht, wer mag es sein?" fragte der persische Dichter Rumi vor fast 800 Jahren. Er sah seine Dichtung als Botschaft aus einer übersinnlichen Welt. Schon in der biblischen Schöpfungsgeschichte galt das Wort als Urbild für göttliche Kraft. Die Literaten vieler Zeiten und Kulturen versuchten aber auch, durch Poesie in einen Dialog mit Gott zu treten.

Bis heute fühlen sich Dichterinnen und Dichter, gläubig oder nicht, in ihrer Arbeit dem Transzendenten sehr nahe. Sie beschreiben das Wunder des Lebens in sensiblen Bildern des Alltags, die manchmal das Erhabene und Unsagbare durchscheinen lassen. Wo wie bei Dorothee Sölle Theologie und Literatur verschmelzen, spricht man von Theopoesie. Was ist der gemeinsame Nenner von Glaube und Dichtung?

Ein Beitrag von Barbara Zillmann.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 19.08.2018, 11:30 Uhr

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