Die westliche Zivilisation befindet sich am Wendepunkt. Es geht darum, eine Kultur der Naturzerstörung und des ewigen Wirtschaftswachstums zu beenden, die in eine globale Mega-Krise zu führen droht. Und es gilt, eine nachhaltige, lebens­fördernde Kultur zu erbauen, die zukunftsfähig ist.

Je mehr die existentiellen Grundlagen des planetaren Lebenssystems gefährdet sind – die Reinheit des Wassers, das Leben in den Meeren, die Klarheit der Luft, das Gleichgewicht des Klimas, der Schutz der Böden vor Erosion und Verwüstung – desto mehr geht es im globalen zivilgesellschaftlichen Widerstand tatsächlich um die existentiellen Grundlagen des Lebens selbst. Immer öfter berufen sich Aktivisten gegen die Zerstörung von Natur und Lebensqualität deshalb darauf, für die „Heiligkeit des Lebens“ zu kämpfen.

Politisch-ökologischer Widerstand bekommt damit auch eine spirituelle Komponente, die auch die Form des Protestes verändert: Öffentliche Meditationen statt „Sit-ins“, Rituale statt Reden, Trauma-Heilung statt Demos, kreative Aktion statt wütender Reaktion. Da verschwimmen politisches Engagement und inneres Wachstum. Die Sendung berichtet von Initiativen in Palästina, den USA, Kolumbien, Portugal und Deutschland.

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Zum Artikel 20.01.2019: Wenn Widerstand heilig wird - Der Ansatz des 'Sacred Activism' erobert die Welt

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Ein Beitrag von Geseko von Lüpke.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 20.01.2019, 11:30 Uhr

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