Claudia Lücking-Michel ist eine der neun Unterzeichnenden des offenen Briefes katholischer Führungspersönlichkeiten an Kardinal Marx, die eine grundlegende Reform der katholischen Kirche fordern. Im aktuellen Gespräch stellt sie sich den Fragen des hr-Kirchenredakteurs Klaus Hofmeister.

Ein offener Brief an Kardinal Marx macht Schlagzeilen. Die neun Unterzeichnenden, neben den Jesuiten Klaus Mertes und Ansgar Wucherpfennig auch die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Claudia Lücking-Michel, fordern die Öffnung der Weiheämter für Frauen und eine "echte Gewaltenteilung" in der katholischen Kirche. Sie wollen, dass der Zölibat freiwillig gestellt und die kirchliche Haltung zur Homosexualität neu bewertet wird.

Der Zeitpunkt des Briefes ist bewusst gewählt. Ende Februar kommen alle Vorsitzenden der Bischofskonferenzen weltweit nach Rom, um über Konsequenzen aus den Missbrauchsfällen zu beraten. Studien hatten ergeben, dass es in der Kirche "systemische" Gefahren gibt, die Missbrauch wahrscheinlicher machen. Kardinal Marx als Vorsitzender der Deutschen Katholischen Bischofskonferenz soll sich für Reformen stark machen.

Im "Aktuellen Gespräch" fragt hr-Kirchenredakteur Klaus Hofmeister Claudia Lücking-Michel, welche Chancen die Unterzeichnenden ihrem Vorstoß einräumen.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 17.02.2019, 11:30 Uhr

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