Im Westerwald, in einer Mulde zwischen freundlichen Hügeln, steht eine alte Wassermühle. Hier besteht seit 2005 der "Ashram Jesu", der sich auch "Christliche Lebensschule" nennt.

Im Hinduismus ist der "Ashram" eine Waldschule, oft nur aus Palmblättern errichtet. Unter diesem luftig-vergänglichen Dach suchen die Menschen nach Antworten auf drängende oder grundsätzliche Lebensfragen.

In so einem indischen Ashram hat der Jesuitenpater Bertram Dickerhof die Erfahrung tiefer Langeweile und Ödnis gemacht, durch die hindurch er, wie er sagt, "auf den Grund" getaucht ist, in seine persönliche Tiefsee, dorthin, wo scheinbar nichts mehr ist. Dort – so sagt er – sei ihm Gott begegnet. Aus dieser Grund-Erfahrung heraus gründete er selbst einen Ashram, in dem er eine Meditationsweise lehrt, die nichts will als zu erkennen, was ist.

Ein Beitrag von Maria Riederer.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 01.09.2019, 11:30 Uhr

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