Für viele Menschen ist das Wissen um Verbrechen während des 2. Weltkrieges ein Ansporn, sich aktiv für Frieden und Versöhnung einzusetzen.

Das Entsetzen ist zunächst überwältigend: Das Dorf Chatyn in Weißrussland wird von einem SS-Trupp im Jahr 1943 ausgelöscht, sämtliche Bewohner werden in eine Scheune getrieben und verbrannt. Das gleiche Schicksal erleiden Bauernfamilien in mehr als 600 Dörfern der damaligen Sowjetrepublik.

In Maly Trostenez, einem anderen Dorf bei der Hauptstadt Minsk, richten Deutsche einen Vernichtungsort ein. Mehr als 60.000 Menschen – meist jüdische Frauen, Kinder und Männer  - werden hier zwischen 1941 und 1942 ermordet im so genannten Holocaust mit Kugeln.

Weitere Informationen

Ausstellung zu Malyj Trostenez in Frankfurt

Bis 17. März im Karmeliterkloster, Münzgasse 9
montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr
samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.

www.frankfurt.de

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Astrid Sahm war Studentin als sie Ende der 1980er Jahre nach Weißrussland fuhr – in einer von der Evangelischen Kirche mit-organisierten Reise. Das Wissen um die Verbrechen hat sie, wie viele andere, angespornt, sich für Aussöhnung und Verständigung einzusetzen. Für alle Gleichgesinnten ist dieses Engagement, mancher Frustration zu Trotz, ein Teil ihres Lebenswerks geworden.

Ein Beitrag von Irene Dänzer-Vanotti.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 27.01.2019, 11:30 Uhr

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