„Wie Ihr das alles meistert!“ Ein bewundernder Satz, der für viele der rund 1,5 Millionen pflegenden und meist auch berufstätigen Angehörigen in Deutschland zynisch klingen muss. Denn wer pflegt oder selbst zum Pflegefall wird, ist vielfach hilflos und überfordert - zeitlich, persönlich, finanziell.

Eine Antwort der Bundesregierung auf den wachsenden Pflegebedarf ist mehr Geld für Pflegepersonal und vor allem die 2014 gestartete Initiative "Pflegeinnovationen 2020". Mensch-Technik-Interaktionen sollen als Pflegeassistenzen vorangebracht werden. Die Forschung ist in Aufbruchsstimmung und auch der Markt boomt, wie Pflege- und Gesundheitsmessen demonstrieren.

Zwei Forschungsinstitutionen und ihre Projekte zeigen, wohin die digitale Reise mit seniorengerechten smarten Systemen und Rundum-Überwachung für das altersgerechte Leben daheim geht. Sie entwickeln Haushaltsroboter, vernetzte Pflegesessel, Sturzsensoren oder Sprachassistenzen. Parallel dazu versuchen Projekte wie "Soziales neu gestalten" (SONG) oder das "Bielefelder Modell" Perspektiven für Wohnviertel zu entwickeln. Auch hier wird mit digitalen Innovationen experimentiert, um herauszufinden: Welche Erfahrungen machen Menschen mit der neuen Technik, was lernt künstliche Intelligenz vom Menschen? Wo ermöglicht sie eine bessere Versorgung? Wer profitiert, wer verliert, was verändert sich?

SR 2018

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