Paul Plamper erzählt in seinem Hörspiel zwei Geschichten von Auswanderung, dazwischen liegen etwa 100 Jahre.

1905 verlässt eine mittellose junge Frau Berlin und wandert in die deutsche Kolonie Kamerun aus. Ihr sozialer Aufstieg geschieht auf Kosten der einheimischen Nachbarn und Bediensteten, die beharrlich und vergeblich Widerstand gegen die Deutschen leisten – unter anderem gegen Landraub und Zwang zur Arbeit mit der Peitsche. 2015 bricht ein junger Mann aus Kamerun Richtung Deutschland auf. Er sieht für sich keine Alternative zum reichen Europa. Durch beharrliche Selbstausbeutung erkämpft er sich in Berlin schließlich eine feste Stelle. Zunehmend verliert er die Verbindung zu seiner Heimat. Aber eines Tages soll er seiner Chefin einen Dienst erweisen und gegen seinen Willen einen Auftrag in Kamerun übernehmen. Europas Kolonialgewalt und die Folgen als Parallelmontage.

Mit Sandra Hüller, Olivier Djommou, Cristin König u.v.a.

Musik: Schneider TM & Hakali Ensemble

Mitarbeit: Jelka Plate Sounddesign: Titus Maderlechner

Regie: Paul Plamper

WDR/BR/Dlf Kultur/mdr/Ruhrtriennale 2017

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Paul Plamper, geboren 1968 in Bonn, zählt zu den innovativsten Hörspielmachern der letzten Jahre. Sein Stück »Ruhe 1« wurde mit dem »Hörspielpreis der Kriegsblinden 2008« ausgezeichnet.

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Sendung: hr2, Hörspiel, 02.09.2018, 14:04 Uhr

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