Nach Gisela von Wysockis fulminantem Prosa-Debut "Wir machen Musik – Geschichte einer Suggestion" im Jahr 2010, eine szenenreiche éducation musicale, die zwischen Drama und Burleske die Geschichte der Faszination eines Kindes für die Welt der Musik erzählt, folgte 2016 ihr zweiter Roman "Wiesengrund", für den sie ein Jahr später den Heinrich-Mann-Preis erhielt.

Die junge Hanna Werbezirk kommt kurz nach der Matura aus Salzburg zum Studium nach Frankfurt am Main. Sie ist fasziniert von dem Philosophieprofessor Wiesengrund, für dessen Denken sie anhand zahlreicher heimlich unter der Bettdecke erlauschten Nachtstudiosendungen ein brennendes Interesse entwickelt hat. Sie lebt nun in einer beengten Dachwohnung, die sie mit einer Reihe anderer Mieter teilt. An der Universität wird sie mit der wiederkehrenden Frage Wiesengrunds "Wie geht es Ihnen?" konfrontiert und gehörig in Verlegenheit gebracht. Sie ist auf der Suche nach einer Antwort, in der sich ihre Wirklichkeit spiegelt und lässt sich auf ein "Von-Wort-zu Wort-Experiment", wie sie es nennt, ein, das zu neuen Verknüpfungen von Denken und Leben führt.

Mit Sophie Rois, Barbara Nüsse, Patrick Güldenberg, Astrid Meyerfeldt, Wolfgang Pregler und Andrea Dewell.

Regie: Ulrich Lampen

hr 2018

Gisela von Wysocki, geboren in Berlin, Essayistin, Theater- und Hörspielautorin, Literaturkritikerin, studierte Musikwissenschaft in Berlin und Wien und Philosophie bei Theodor W. Adorno. Für ihre Veröffentlichungen, u. a. "Die Fröste der Freiheit", "Weiblichkeit und Modernität", "Auf Schwarzmärkten", "Fremde Bühnen: Mitteilungen über das menschliche Gesicht" erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Heinrich-Mann-Preis.

Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 26.09.2018, 21:00 Uhr

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