Das kindliche Heranwachsen ist notwendig begleitet von Sprachaneignung und Sprachwerdung, es entstehen neue Wörter, zuweilen eine ganz eigene phantastische Kosmogonie. Werner Fritsch hat die Wörter und Sätze seiner Tochter Johanna über Jahre hinweg wortgetreu aufgezeichnet.

Das Meer rauscht und rauscht – bis es lauscht“ ist die Exploration dieses kindlichen Bewusstseins. In jedem jungen Gehirn wird gleichsam die Welt neu erschaffen. Das Meer ist die Matrix aller Klänge – mit Ausnahme der Sprache. Vielleicht ist alles nur ein einziger Augenblick, in dem das Kind am Meer sitzt, mit sich selber spricht, Episoden aus seinem Leben erinnert, Dialoge mit seinem Vater, der Schwester, seiner Mutter memoriert oder imaginiert. Schließlich schläft es ein und ein großes Traum-Karussell dreht sich: "Wie die Erde drehte ich mich in einem Kreisel. Wie in so einem Rumpel-Pumpel-Karussell herum." [Werner Fritsch]

"Ein zugleich bezauberndes als auch herausforderndes Hörstück", hieß es in der Funkkorrespondenz. Und die FAZ befand: "Ein ungewöhnlicher Versuch, den Kosmos eines Kindes zu umreißen." "Überaus liebenswert", urteilte das Schweizer Radiomagazin.

Mit Johanna & Judith Fritsch.

hr 2007

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Werner Fritsch

1960 geboren, lebte bis 1991 in München, heute in Berlin. Prosa, Theaterstücke, Hörspiele und Filme. Zahlreiche Auszeichnungen.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 17.06.2018, 14:04 Uhr

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