Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Viele Jahre lang hat er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden lässt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt, damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr?

Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder.

In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar; in Alexander Schuhmachers akustischem Albtraum wird der Hörer zum Zeugen eines Experiments: des Verschwimmens der Zeit.
"Für einen Moment wusste er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit."

Mit Michael Rotschopf, August Diehl, Hans Diehl, Eva Gosciejewicz u v. a.

Hörspielfassung & Regie: Alexander Schuhmacher

Komposition: Jakob Diehl

hr 2015

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Daniel Kehlmann

geboren 1975 in München, lebt in Wien und Berlin. Debütierte 1997 mit dem Roman "Beerholms Vorstellung" , mit "Die Vermessung der Welt" (2005) gelang ihm ein internationaler Bestseller. Seine Romane sind inzwischen in über vierzig Sprachen übersetzt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. Zuletzt erschien "Tyll" (2017).

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 17.03.2019, 14:04 Uhr

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