Perecs erstes Buch "Les choses" wurde 1965 publiziert. Es beschreibt mit kühlem Blick schonungslos den Eintritt eines jungen studentischen Paares in die Welt der Erwachsenen, in die Welt von Arbeit und Beruf, von Konsum und Konformismus.

Jérôme und Sylvie, die ihr Studium abgebrochen haben, um endlich ihre Vorstellungen von Glück und materiellem Wohlstand zu verwirklichen, geraten in den endlosen Maelstrom der Verheißungen des Luxus' und der Dinge. Sie werden beherrscht von diesen Dingen, träumen von diesen Dingen, bewerten ihre Umgebung nach diesen Dingen, gleichzeitig wehren sie sich gegen die Allmacht der Dinge.

Das Stück wurde von der Deutschen Akademie für Darstellende Künste zum Hörspiel des Monats Februar 2005 gewählt. In der Jurybegründung hieß es: "Dieser aufregende Text wird in der Regie von Norbert Schaeffer auf verstörende Weise lebendig. Diese Vergeudung von Leben, fast kommentar- und emotionslos inszeniert, erhebt die Besonderheit des Paares von 1965 ins erschreckend aktuelle Heute. Sparsamste Geräusche, lange Pausen fokussieren die Aufmerksamkeit. Matthes seziert den Text, lotet ihn aus, vertieft ihn und macht ihn transparent."

Die Süddeutsche Zeitung befand zur Ursendung: "So träumen sie in ihrer Mittelmäßigkeit dahin, träumen vom großen Wurf, was sich jedoch lähmend auf die Erfordernisse des Alltags auswirkt. In 'Die Dinge' enttarnt Perec die Lebenslügen einer Generation. Und entdeckt uns deren Charme."

Mit Ulrich Matthes

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Hörspielfassung & Regie: Norbert Schaeffer

hr 2005

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Georges Perec

(1936–1982) gehörte zu den innovativsten Schriftstellern seiner Generation. 1968 verfasste er „La machine“, eines der meistgespielten Hörspiele seiner Zeit. Als Hauptwerk Perecs gilt sein Roman „Das Leben. Gebrauchsanweisung“.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 19.08.2018, 14:04 Uhr

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