Fahrerflucht ist ein hässliches Delikt. Aber wenn ein Fahrer vom Unfallort flieht, ist das Furchtbarste schon geschehen. Hier geht es um einen Autobus, der Kinder aus den Ferien in die Stadt zurückbringt und durch einen unachtsamen Autofahrer von der Straße gedrängt wird.

In den folgenden vier Tagen entfaltet sich die Geschichte des Unfalls und die Geschichte des Unglücksfahrers, Joseph Lambert  – alles aus seiner Perspektive erzählt. Als Lambert den Unfall verursacht, sitzt seine Sekretärin, mit der er ein Verhältnis hat, neben ihm im Auto. Ist sie die einzige Zeugin? Ist man ihm, dem Flüchtigen, schon auf der Spur? Wer ahnt seine Verwicklung in die Katastrophe, wer hat ihn vielleicht sogar gesehen, als er ohne anzuhalten den Ort verließ?
Mit diesen quälenden Fragen vergehen vier lange Tage, sein Gewissen lässt Lambert keine Ruhe, und schließlich zieht er Konsequenzen aus dem Vorgefallenen.

Mit Walter Richter, Ludwig Thiesen, Irmgard Först, Anna Smolik u. v. a.

Bearbeitung & Regie: Gert Westphal

SWF/hr/SR 1966

Georges Simenon
Georges Simenon, undatiertes Bild Bild © picture-alliance/dpa
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Georges Simenon

(1903–1989), belgischer Schriftsteller und berühmter Kriminalautor, schrieb mit 16 Jahren erste Reportagen für die "Gazette de Liège" und veröffentlichte als 21-jähriger seinen ersten Roman. 1922 ging er nach Paris und wanderte später nach Kanada aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in den USA und von 1957 bis zu seinem Tod in der Schweiz; er starb 1989 in Lausanne.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 01.09.2019, 14:04 Uhr

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