Aus der Ich-Perspektive wird die Geschichte eines kleinen Jungen erzählt, der in einem spanischen Wüstendorf bei seinen Großeltern aufwächst. Der Großvater ist Vorsitzender des dortigen Filmclubs und leidenschaftlicher Fan von Sergio Leones Film "Spiel mir das Lied vom Tod", ein Western, in dem ein Mann den Tod seines Vaters rächt.

Jeden ersten und dritten Sonntag läuft der Film im "El Cinema" und Rafael Sánchez, der Enkel des Großvaters, ist immer dabei. Mehr und mehr verläuft das Leben des Kindes, dann des jungen Mannes parallel zu den Geschichten und den Bildern des Films mit der Musik von Ennio Morricone. Und irgendwann, wie im Film, fallen auch im Leben des Rafael Sánchez Schüsse. In dieser besonderen Verwandtschaft zwischen Film und Leben verschmilzt Virtuelles und Faktisches, Erfundenes und Authentisches zu einer vielschichtigen, spielerisch konzipierten und doch auch traumatischen Realität, die Teil spanischer Geschichte unter Franco, aber auch ihrer (Wirtschafts-)Emigranten ist.

"Rafael Sánchez erzählt 'Spiel mir das Lied vom Tod'" wurde 1999 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Premios Ondas ausgezeichnet.

Mit Rafael Sánchez, Norbert Schwientek, Jennifer Minetti u. a.

Komposition: Wolfgang Mitterer

Regie: Eberhard Petschinka

WDR/mdr/ORF 1998

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Eberhard Petschinka

geboren 1953 in Niederösterreich, ist Dramatiker, Regisseur, Hörspielautor und Maler. Für seine Hörspiele wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Prix Futura und mehrfach mit dem Prix Italia.

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Rafael Sánchez

1975 in Basel geboren. Von 2003 bis 2006 war er Hausregisseur am Theater Basel. Sanchez inszenierte an diversen deutschsprachigen Theatern, u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater in Berlin sowie am Schauspielhaus Zürich. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist er Hausregisseur am Schauspiel Köln.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 23.06.2019, 14:04 Uhr

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