Bis weit in die fünfziger Jahre hinein war das Dorf in Oberhessen nur über ein paar Feldwege zu erreichen. Seine Bevölkerung: Kleinbauern, Handwerker, Eisenhütten- und Ziegeleiarbeiter, jeder mit seinem 18-Stunden-Tag, jeder zeitlebens sein eigener Knecht, mürrisch und schlecht ernährt, Fremden gegenüber verschlossen.

Diese Welt seiner Kindheit hat Peter Kurzeck im Schreiben festzuhalten versucht. Aus zeitlichem Abstand will er noch einmal gegenwärtig machen: den Traum und die Schauplätze des Lebensanfangs, die kollektive Mühsal und Beharrlichkeit des Denkens einer frühen Zeit, den langsamen doch nicht abzustellenden Arbeitstakt der Gedächtnismühlen in den Köpfen der Alten.

Mit Walter Renneisen, Wilhelm Rudolf Höhler, Rudolf Bekker, Carsten Hecker, Torben Hecker, Astrid Grau, Jochen Königstein, Birgit Roth, Daniela Scavnicar, Anke Sturm und Detlef Schneider.

Komposition: Peter Zwetkoff

Regie: Götz Fritsch

hr 1986

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Peter Kurzeck, geboren 1943 im böhmischen Tachau, kam mit Mutter und Schwester im Mai 1946 nach der Vertreibung ins oberhessische Staufenberg. Schule und Lehre in Staufenberg und Gießen, berufliche Tätigkeit zuletzt als Personalchef bei der US-Army. 1977 Umzug nach Frankfurt am Main. Für sein literarisches Werk wurde Kurzeck mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis 2007. Peter Kurzeck starb 2013.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 24.06.2018, 14:04 Uhr

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